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Oberförsterei: 80 000 Kubikmeter Holz ernten

Neuglobsow Oberförsterei: 80 000 Kubikmeter Holz ernten

Ohne Jörg Sprößig kann man sich das Revier Menz kaum vorstellen. Jetzt hat er das letzte Mal den Holzeinschlagsplan für „seinen“ Wald geschrieben. 2017 geht er in den Ruhestand. 80 000 Kubikmeter Holz will die Landeswaldoberförsterei Steinförde im kommenden Jahr insgesamt aus dem Wald bewegen.

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Bevor im November der Holzeinschlag beginnt, überprüfen Mitarbeiter der Landeswaldoberförsterei die Planung mit der Realität.

Quelle: Uwe Halling

Neuglobsow. Ohne Jörg Sprößig kann man sich das Revier Menz eigentlich kaum vorstellen, solange ist der gebürtige Rügener dort schon Förster. Jetzt hat er das letzte Mal den Holzeinschlagsplan für „seinen“ Wald geschrieben. 2017 geht Sprößig in den Ruhestand.

Rund 80 000 Kubikmeter Holz will die Landeswaldoberförsterei Steinförde im kommenden Jahr insgesamt aus dem Wald bewegen. Allein 600 Kubikmeter aus dem Revier von Jörg Sprößig zwischen Menz und Neuglobsow. Die Arbeiten sollen im November beginnen. Der Landesbetrieb Forst Brandenburg möchte frühzeitig über die Holzernte informieren, weil neben Bereichen am Dorfrand auch der Uferstreifen des Stechlinsees davon berührt sein wird.

Laut Sven Oldorff, Leiter der Oberförsterei Steinförde, müssten am Badestrand unter anderem Kiefern weichen, die von Schwamm befallen seien. Die Maßnahme diene zugleich der Verkehrssicherheit. „In Waldbereichen, in denen wir wenig Publikumsverkehr haben, lassen wir die Kiefern gerne auch länger stehen. Das geht dort aber nicht“, so Oldorff. Weil die Waldkante zum See hin sehr offen ist und das Laub zum Leidwesen der Förster zu schnell weggetragen wird, sollen Teile des Kronenholzes liegen bleiben und als natürlicher Beschwerer dienen. Auf diese Weise soll sich mehr Laub halten und eine Humussschicht ansetzen, die zugleich dem Erosionsschutz dient. „Die Leute möchten sich bitte nicht wundern, wenn es dann am Badestrand etwas unordentlicher als gewöhnlich aussieht“, so der Leiter der Oberförsterei. Das Einschlagsgebiet erstreckt sich bis zur Fischerhütte von Familie Böttcher.

Im Gebiet der Landeswaldoberförsterei wird 2017 auf einer Fläche von rund 20 000 Hektar Holz eingeschlagen. Pro Kubikmeter Holz rechnet der Betrieb mit Einnahmen in Höhe von 50 Euro. Die Holzpreise seien zuletzt gefallen, so Oldorff. Aufgeschoben werden könne der Einschlag im Landeswald deshalb nicht, da die Industrie auf die Lieferungen aus den Brandenburger Wäldern angewiesen sei. Der Holzeinschlagsplan werde langfristig abgestimmt und orientiere sich auch an Kriterien der Nachhaltigkeit. Jedes Revier sei in fünf Pflegeblöcke unterteilt, nur in einem davon dürften innerhalb eines Jahres Bäume gefällt werden. „Das System ist durchdacht. Wir schauen uns jeden Bestand an, und wenn wir Zweifel haben, ob der Wald soweit ist, wird nachgemessen, bevor wir Holz einschlagen“ so Oldorff. Um den Waldboden zu schonen, sollen im kommenden Jahr Rücke-Fahrzeuge mit breiteren Reifen zum Einsatz kommen. Zudem soll der Abstand zwischen den Rücke-Gassen in einigen Bereichen von 20 auf 40 Meter erhöht werden.

Neuer Wald wächst nicht nur in Neuglobsow von unten nach – die Naturverjüngung ist ein wesentlicher Bestandteil der hiesigen Waldwirtschaft. Ihr Anteil steigt von Jahr zu Jahr. Die Landeswaldoberförsterei könne dazu gute Zahlen vorweisen – „wir liegen insgesamt im Trend, in einigen Bereichen sogar über dem Soll“, sagt Oldorff.

Von Cindy Lüderitz

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