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Opernale in der Stadtkirche

Fürstenberg Opernale in der Stadtkirche

Drei Frauen, drei Zeiten und die Reformation. Darum geht es bei dem Musiktheater des Vereins Opernale, welches am Samstag in der Stadtkirche Fürstenberg zu sehen und zu hören sein wird. Im Wartesaal zwischen Himmel und Erde treffen sich in diesem fiktiven Stück drei Damen, die unterschiedlicher nicht sein könnten.

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Drei Frauen aus unterschiedlichen Lebenswelten und ihr Umgang mit der Reformation.

Quelle: Vincent Leifer

Fürstenberg. Zu einem besonderen Musiktheater wird für kommenden Sonnabend in die Stadtkirche Fürstenberg eingeladen. Der Opernale-Verein zur Förderung der Darstellenden Künste in Mecklenburg-Vorpommern präsentiert als Beitrag zum Reformationsjahr „Käthe, Alwine, Gudrun“ – Drei Frauen, drei Zeiten, eine Wurzel – weibliche Erben der Reformation“. Die Vorführung beginnt um 19 Uhr.

Als Beitrag zum 500. Reformationsjubiläum lässt die Regisseurin Henriette Sehmsdorf in einem nicht näher benennbaren Transitraum zwischen Himmel und Erde drei Frauen aus drei grundverschiedenen Lebenswelten aufeinander treffen, deren Leben und Selbstverständnis durch das protestantische Pfarrhaus geprägt wurden: Die Lutherin Katharina von Bora (1499- 1552), die niederdeutsche Dichterin Alwine Wuthenow (1820-1908) und die RAF-Terroristin Gudrun Ensslin (1940-1977). Seit Anfang September ist das Ensemble mit diesem Stück auf Tournee durch Norddeutschland. Die Tour bestreiten Barbara Ehwald (Sopran) und Claudia Roick (Sopran), beide bekannt aus vergangenen Produktionen, sowie Katja Klemt (Schauspiel), ehedem vom Theater Vorpommern, und Lisa Henningsohn (Sopran), gebürtige Schwedin und erstmalig Teil des Teams. Musikalisch wird die Reise begleitet von Annette Fischer (Blockflöte/Klarinette/Saxofon), unter anderem Leiterin der Montessori-Musikschule in Greifswald, und Benjamin Saupe (Komposition/ Klavier/musikalische Leitung), seit 2013 ein beständiges Mitglied des Opernale-Ensembles und diesjähriger Gewinner des ausgelobten Kompositionsauftrages. Seit Luther mit seiner Reformation das Fegefeuer abgeschafft hat, ist der Transformations-Prozess in manchen Fällen schier endlos geworden. Weder Luthers Ehegattin noch die beiden Pfarrerstöchter kommen zur Ruhe. Während des Wartens geraten die drei Frauen in hitzige Debatten über ihren Glauben, ihr weibliches Rollenverständnis, über Selbstverwirklichung und Ungehorsam und ihr Verhältnis zu geistlichen und weltlichen Autoritäten. Ein unterhaltsames und bewegendes Aufeinandertreffen dreier Frauenschicksale mit Abgründen, Höhepunkten und kathartischer Wirkung – natürlich mit viel Musik und Gesang. Der Eintritt kostet 15,17 Euro und steht symbolisch für das Reformationsjahr.

Von Maz-online

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