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Pure Zerstörungswut

Zehdenick Pure Zerstörungswut

Zerstörte Papierkörbe, ramponierte Sitzbänke und eingeschlagene Scheiben – der Vandalismus in Zehdenick nimmt derzeit Überhand. Nach Informationen der Verwaltung träfe die Zerstörungswut vor allem Stadtmobiliar, das dann repariert oder ausgetauscht werden müsse. Inzwischen sei das zur Verfügung stehende Budget allerdings aufgebraucht.

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Lutz Halle vom Bauhof mit einer „Feuertonne“ aus dem Stadtpark, eine zerlegte Sitzgruppe (o.) und demolierte Parkbänke.

Quelle: Lüderitz

Zehdenick. Die Zerstörungswut in Zehdenick nimmt derzeit Überhand. Es vergeht kaum ein Montag, an dem die Mitarbeiter des Bauhofs nicht irgendwo Scherben zusammenfegen oder gesplitterte Reste einsammeln müssen. „Groß in Mode“ sei laut Fachbereichsleiter Fred Graupmann, Papierkörbe abzutreten und Scheiben der Buswartehäuschen mit Steinen einzuschmeißen. „Das treibt uns bald in den Wahnsinn. Es ist derzeit so viel wie selten“, so Graupmann am Mittwoch vor dem Bauausschuss.

Auch finanziell seien die Grenzen des Machbaren erreicht. Das Budget für Instandhaltung sei so gut wie aufgebraucht. An einigen Stellen werden die kaputten Sachen deshalb nicht mehr ersetzt oder aufgearbeitet. „Nicht, weil wir nicht wollen, sondern weil wir es uns nicht leisten können“, so Graupmann. Allein der Ersatz einer Schutzscheibe für ein Wartehäuschen schlage mit rund 500 Euro zu Buche, 180 Euro kostet ein Mülleimer samt Verankerung.

In einigen Ecken der Stadt sei der Vandalismus besonders gravierend. Betroffen sind nach Angaben von Bauhofchef Lutz Halle der Stadtpark, der Adolf-Mann-Platz sowie der Havelweg zwischen Kamp- und Zugbrücke. Dort landen Papierkörbe, die mit roher Gewalt aus der Verankerung gerissen wurden, gerne auch in der Havel. Aber selbst mit Unterstützung des Wasser- und Schifffahrtsamtes war es bislang nicht gelungen, die Mülleimer zu bergen. Der Bauhof musste für Ersatz sorgen. Der Lagerbestand ist deshalb aufgebraucht. Im Stadtpark wurde ein Mülleimer zuletzt als Feuertonne missbraucht, die Brandspuren haben die Oberfläche des Behälters zerstört – „da lässt sich nichts mehr mit anfangen“, sagt Halle. Vom Aussichtspunkt oberhalb der Castrop-Rauxel-Allee werden immer wieder auch leere Bier- und Schnapsflaschen auf den Gedenkplatz unterhalb geworfen, so dass sie dort am Gedenkstein zerschellen. Ein Mitarbeiter des Bauhofes muss regelmäßig Scherben von der Grünfläche sammeln.

In Burgwall wurde eine erst erneuerte Sitzgruppe aus Holz komplett zerlegt. Dass derzeit so gut wie keine Sitzbank im Stadtpark vollständig ist, hat ebenfalls mit dem Vandalismus zu tun. Die stark beschädigten Holzflächen mussten abgebaut und zur Reparatur in die Werkstätten der Aqua gebracht werden. Von einigen Sitzgruppen stehen nur noch die Betonfüße in der Erde. Fred Graupmann hofft, dass sich die Situation wieder entspannt, wenn mit Beginn der Feriensaison der Wachschutz im Stadtgebiet patrouilliert. Zugleich werden Bürger gebeten, bei Auffälligkeiten hinzuschauen und gegebenenfalls die Polizei zu informieren. Viel Aufwand betreibt der Bauhof ebenfalls in Sachen Müllvermeidung. „Das ist ein großes Problem“, sagt Halle. Vor allem an den Stichen landen wieder vermehrt blaue Säcke mit allen möglichen Inhalten.

Von Cindy Lüderitz

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