Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Gransee Quirliges Handwerk
Lokales Oberhavel Gransee Quirliges Handwerk
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:15 10.10.2017
Autor Ulrich Drewin stellte am Dienstag sein bislang größtes Buch im Rathaus vor. 40 Exemplare sind bereits verkauft. Quelle: Cindy Lüderitz
Zehdenick

Es gab mehr als die Schiffer und die Ziegeleiarbeiter, das Eisen- oder das Akkumulatorenwerk. Selbst Karstadt hatte vor langer Zeit eine Ladenzeile in Zehdenick. Das und vieles mehr hat Ulrich Drewin für sein elftes und bislang umfangreichstes Buch über die Stadtgeschichte recherchiert. Auf 400 Seiten erzählt er in seinem neuesten Werk vom Handwerk und Gewerbe eines Jahrhunderts.

Das Thema sei so aktuell wie lange nicht mehr, sagte Bürgermeister Arno Dahlenburg in Anbetracht einiger Ladenschließungen in der Innenstadt bei der Buch-Vorstellung am Dienstag im Rathaus. Trotz der zuletzt unerfreulichen Entwicklung mit Geschäftsaufgaben und Leerstand im Zentrum halte die Stadt ihre relativ hohe Zahl der Gewerbeanmeldungen von derzeit 890. „Das ist über dem Brandenburger Durchschnitt“, sagte Dahlenburg. Als Wohnstandort sei Zehdenick zudem attraktiv. Das belegten Baugesuche und die Einwohnerentwicklung. Der Kaufkraftverlust, der letztlich auch zur Schließung einiger Traditionsgeschäfte geführt hat, sei neben anderen Gründen womöglich auch auf die hohe Zahl der Auspendler zurückzuführen. Rund die Hälfte der arbeitsfähigen Bevölkerung geht außerhalb der Stadt einem Job nach – viele davon in Berlin oder im Speckgürtel.

Vor 100 Jahren war das anders. Da gab es nahezu in jeder Seitenstraße der Havelstadt eine Vielzahl von Handwerkern und geschäftiges Treiben, wie Ulrich Drewin berichtet. Vom Gewerbegebiet Märkische Höhe (Autohaus Gottschalk) bis nach Neuhof hat er die Straßen der Stadt abgearbeitet und aufgelistet, wer seinen Lebensunterhalt womit verdient hat. Zu den ältesten und immer noch präsenten Gewerken zählt der Steinmetzbetrieb Lange, der inzwischen in der fünften Generation geführt wird. Aber auch Traditionsbäckereien finden sich in der Auflistung. Andere Handwerke sind nicht nur in Zehdenick ausgestorben, etwa die Tuchmacher. Die Lektüre hat Drewin mit einer Vielzahl von Bildern aus seinem und Privatarchiven bestückt. Seit mehreren Jahrzehnten sammelt er Ansichtskarten. Bei verschiedenen Börsen stieß er immer wieder auf Handwerksmotive aus der Havelstadt. Darüber hinaus waren viele Familien mit Fotos und Geschichten behilflich. Ein Exemplar seines Buches überreichte Drewin am Dienstag dem Stadtarchiv – als Dankeschön für die Mithilfe von Archivarin Margitta Gatzke. Sie nimmt es als Standardwerk gerne in ihren Fundus auf. Das Buch kostet 37 Euro und ist für Interessierte beim Autor erhältlich.

Von Cindy Lüderitz

Eine Geldkassette mit 20 Euro Bargeld und Lebensmittel entwendeten Jugendliche am Montag aus dem Speisesaal der Exin-Oberschule in Zehdenick. Nachdem sie zunächst geflüchtet waren, kehrten sie an die Schule zurück und wurden von der Polizei geschnappt. Für einige war es offenbar nicht der erste Einbruch.

10.10.2017

Fast 400 Kinder aus Zehdenick sind im Zirkusfieber. Seit Montag stehen für sie Akrobatik und Zauberkunst auf dem Stundenplan. Höhepunkt der Projektwoche sind die vier Aufführungen von Mittwoch bis Samstag. Dafür wird in der Manege auf dem Schulhof der Lindengrundschule geprobt.

09.10.2017

In kleinen Schritten verabschiedet sich Pfarrer Tobias Ziemann aus seinen Gemeinden. Am Samstag wurde in Kraatz der letzte gemeinsame Gottesdienst gefeiert – mit Taufe und Abendmahl. Der Gemeindepädagoge tritt am 1. November seine neue Stelle in Potsdam an.

09.10.2017