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Radweg zwischen Menz und Neuglobsow eröffnet

Täve Schur mit dabei Radweg zwischen Menz und Neuglobsow eröffnet

Solche Gäste gibt es nicht aller Tage: Staatssekretärin Ines Jesse, Vize-Landrat Egmont Hamelow, Bundestagsabgeordneter Uwe Feiler, Bürgermeister, Ortsvorsteher, Schüler, Lehrer und ein ganz großer Sportler: „Täve“ Schur.

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Saubere Schnitte: Der Radweg nach Neuglobsow ist jetzt offiziell freigegeben.

Quelle: STEFAN BLUMBERG

Menz. Er war der absolute Star am Freitagvormittag in Menz: die DDR-Radsport-Legende Gustav-Adolf Schur, nur bekannt unter „Täve“. Begrüßung hier, Fotowünsche da, Autogramme dort. Drücken, reden, lächeln. Er wurde herumgereicht. Und für „Mister Radsport“ war es ganz selbstverständlich, seelenruhig jeden Wunsch zu erfüllen. Dabei war der 85-Jährige aus einem anderen Grund extra von Magdeburg gekommen: zur Eröffnung des neuen Radweges zwischen Menz und Neuglobsow. Natürlich stand er am Band, das zur Freigabe des knapp vier Kilometer langen Weges parallel zur L 15 durchschnitten wurde – mit der Schere in der Hand. Zuvor hatten Kinder der Menzer Schule ihm zu Ehren „Kleine weiße Friedenstaube“ und „Klingelingeling so singt mein Drahtesel“ gesungen.

Das Idol – eingeladen vom Amt Gransee und seinem Freund Rolf Töpfer aus Neuglobsow – richtete einige Worte an die vielen Gäste, die extra gekommen waren: „Ich bin sehr gern hier zu diesem Termin. Mit geht das Herz auf, wenn ich sehe, dass hier an die Zukunft gedacht wird. Radwege sind Zukunft. Wer nur hinterm Lenkrad sitzt, wird krank. Ich hoffe, dass ihr, liebe Kinder, den Weg am meisten nutzt.“ Die Amtsausschussvorsitzende Christin Zehmke erinnert sich noch gut daran, dass sie in ihrer Kindheit den Weg von Neuglobsow nach Menz immer auf der Straße lang fahren musste, weil es keinen Radweg gab. „Dieser erneuerte Radweg trägt zu einer Steigerung der Attraktivität in der Region bei.“

„Die ist so glatt wie eine Skaterbahn“

Diese Aussage konnte der Neuglobsower Bernhard Gruner unterschreiben. Der Radsportler testete die neue Piste schon einmal. „Die   ist so glatt wie eine Skaterbahn“, sagte er. Ausprobiert hatte er ihn schon. Auch wenn er als aktiver Sportler unterwegs ist („Wenn ich fahre, dann nicht unter 150 Kilometer am Stück.“) benutzt er nicht nur die Straße, sondern auch Radwege; nicht alle, aber die, die sich gut fahren lassen. Der zwischen Menz und Rheinsberg zum Beispiel gehöre nicht dazu. „Den kannste vergessen.“ Amtsdirektor Frank Stege freute sich darüber, wieder ein Projekt für die Öffentlichkeit freigeben zu können. Er begründete dies „mit der vertrauensvollen Zusammenarbeit“, die es zwischen allen beteiligten Parteien gebe. Mit Romy Fiddike begleitete es eine Mitarbeiterin der Amtsverwaltung dieses Projekt federführend.  Frank Stege nahm die Gelegenheit wahr, ihr zu danken und sie nach anderthalb Jahren Dienstzeit zu verabschieden, weil sie die Region verlässt.

„Könnte ich ein Autogramm haben?“

Sie erhielt genau so einen Blumenstrauß wie Ines Jesse. Für die neue Verkehrsstaatssekretärin war es der erste offizielle Auftritt in ihrer neuen Funktion. Sie schätzt die Qualität des Radweges einerseits als Sportlerin, andererseits freut sie sich auch über die Verkehrssicherheit, die nunmehr gegeben ist. Ines Jesse machte sich gleich Freunde in der Region. „Ich bringe eine frohe Botschaft mit. Für den anderen Radweg zahlen wir die Ausgleichsgelder.“ Dabei geht es um eine zusätzliche Förderung für Naturschutzzwecke an der neuen Strecke entlang der einstigen Stechlinseebahn (MAZ berichtet in der nächsten Woche).

Vize-Landrat Egmont Hamelow sieht mit der Freigabe des Radweges das Angebot in Oberhavel wieder ein Stück größer werden. „Der Radtourismus ist ein wichtiger wirtschaftlicher Faktor. Dafür brauchen wir ein gut ausgebautes Radwegenetz.“ In Oberhavel gebe es etwa 400 Kilometer Radwege. Einen Wunsch sprach Hamelow aus. Er brachte das Buch „Täve“ mit und fragte die Radsportlegende: „Könnte ich ein Autogramm haben?“

Von Stefan Blumberg

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