Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Gransee Ringen um den Waldhof geht weiter
Lokales Oberhavel Gransee Ringen um den Waldhof geht weiter
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:48 23.10.2017
Das Schullandheim Zootzen wurde zuletzt als Unterkunft für junge Flüchtlinge genutzt. Der Förderverein Waldhof würde dort gerne wieder einziehen. Quelle: Uwe Halling
Zootzen

Der Waldhof in Zootzen wird als Einrichtung der Jugendhilfe zum 31. Oktober dieses Jahres geschlossen. Das hat die Landkreisverwaltung auf eine Anfrage der Grünen-Fraktion im Kreistag bekannt gegeben. Ein Grund für die Schließung sind die inzwischen geringen Zuweisungen minderjähriger Flüchtlinge. Laut Kreissprecher Ronny Wappler gab es für den Landkreis in diesem Jahr fünf – lediglich drei Jugendliche davon sind im Waldhof angekommen. Aktuell würden in Zootzen noch 14 Kinder und Jugendliche betreut, sechs von ihnen sind nach MAZ-Informationen bereits volljährig. „Die Bewohner werden im Vorfeld der Schließung auf andere Einrichtungen freier Träger im Kreis verteilt“, erklärte Ronny Wappler auf Nachfrage. Insgesamt leben im Landkreis derzeit 52 minderjährige Ausländer. Was nach dem Auszug der Jugendlichen mit dem Waldhof geschieht, ist noch unklar. Der Landkreis kündigte an, nach der Übergabe der Gebäude zunächst eine Bestandsaufnahme durchzuführen. Daran anschließend solle ein Konzept für die weitere Nutzung erarbeitet werden.

Der Kreistagsabgeordnete Raimund Aymanns (Pro Fürstenberg) hatte gehofft, dass die Liegenschaft ohne Umwege wieder ihrer ursprünglichen Bestimmung übergeben wird. Der Waldhof war über viele Jahre Heimstatt des Fördervereins und des Schullandheimes mit seinen Angeboten für Kinder und Jugendliche. Seit dem Auszug im Januar 2016 tingeln die Vereinsmitglieder ohne feste Bleibe durch die Region. Mit viel Ehrgeiz und Engagement wurde die Umwelt-Bildungsarbeit dennoch aufrecht erhalten. So gibt es nach wie vor regelmäßig Treffen der Arbeitsgemeinschaften. Auch das jährliche vom Verein organisierte Feriencamp musste nicht ausfallen – in diesem Sommer waren die Kinder auf dem Schulhof der Menzer Fontaneschule untergekommen (MAZ berichtete).

Die Vereinsmitglieder bedauern, dass sie über den Auszug der Jugendhilfeeinrichtung, die im Auftrag des Landkreises vom evangelischen Johannesstift bewirtschaftet wurde, nicht informiert worden sind. Dem Verein sei durch den Landkreis vor einem Jahr zugesagt worden, dass die Einrichtung wieder bezogen werden kann, wenn sie für die Jugendhilfe nicht mehr gebraucht wird. Dass nunmehr nicht sofort eine Entscheidung über den weiteren Betrieb gefallen ist, sei laut Ronny Wappler nicht ungewöhnlich. Vor dem Einzug der minderjährigen Flüchtlinge seien Umbauten und Renovierungsarbeiten notwendig gewesen, und das sei auch nach dem Auszug zu erwarten. „Wir möchten uns erst ein Bild machen, bevor es um ein Konzept geht“, betonte der Kreissprecher. Abgeordnete befürchten indes, der Kreis zögere die Entscheidung womöglich hinaus, um die Immobilie langfristig anderweitig zu nutzen.

Von Cindy Lüderitz

Bankiersvilla, Kinderkurheim, Begegnungsstätte – das Haus „Dahmshöhe“ bei Fürstenberg hat eine abwechslungsreiche Geschichte, ebenso die namensgebende Siedlung in waldreicher Umgebung. Am Samstag wurden in den kleinen Ortsteil drei Jubiläen gefeiert: vor 150 Jahren erhielt das sieben Kilometer von Fürstenberg gelegene Gut seinen Namen Dahmshöhe. Vor 70 Jahren wurde das Kinderkurheim eröffnet und vor 25 Jahren zog die Lebenshilfe ein.

23.10.2017

Kreisfeuerwehrverband und Landkreis ehrten am Samstag in Löwenberg Brandschützer, die ein halbes Leben bei der Feuerwehr sind. Mehr als 1000 Jahre Wissen und Ehrenamt kamen im Bürgerhaus zusammen.

23.10.2017

Betrieb sucht Lehrling – dabei unterstützt seit Jahren die Lehrstellenbörse in Zehdenick. Die Messe bringt Firmen und Absolventen zusammen. Für die Veranstaltung am 16. November können sich Interessierte noch anmelden.

20.10.2017