Volltextsuche über das Angebot:

9 ° / 5 ° wolkig

Navigation:
SPD kämpft für den Waldhof

Zehdenick SPD kämpft für den Waldhof

Die Forderungen nach einer öffentlichen Nutzung des Waldhofes in Zootzen werden immer lauter. Der SPD-Ortsverein Zehdenick hat bei seiner Mitgliederversammlung am Montag für eine Rückkehr des Fördervereins in die Immobilie am Stolpsee plädiert. Diese Position soll auch gegenüber Landrat Ludger Weskamp (SPD) vertreten werden.

Voriger Artikel
Große Sorge wegen Klärschlamm vor der Stadt
Nächster Artikel
Mittelzentrum unterstützt Förderverein

Der Waldhof in Zootzen soll wieder Sitz des Fördervereins für Umweltbildung werden.

Quelle: Uwe Halling

Zehdenick. Der SPD-Ortsverein Zehdenick hat sich zum Umgang mit dem Waldhof Zootzen klar positioniert. Bei der Mitgliederversammlung am Dienstag gaben die Kommunalpolitiker ein deutliches Votum zum Wiedereinzug des Fördervereins mit seinen rund 90 Mitgliedern in die Immobilie ab. Zudem plädierten sie einstimmig dafür, den Waldhof in Kreisträgerschaft zu belassen und als Standort der Begabtenförderung anzuerkennen. Unter dem Dach des Fördervereins wurden in Zootzen Schüler, die auf den Gebieten der Mathematik und Biologie Interessen und Fähigkeiten besitzen, besonders gefördert.

Die Zehdenicker SPD-Mitglieder möchten den Landrat und Parteikollegen Ludger Weskamp in diesem Zusammenhang an sein Wort erinnern, das er vor fast zwei Jahren bei einer Versammlung in der Havelstadt gab. Damals hatte er gesagt, der Förderverein könne auf den Waldhof zurückkehren, wenn das Haus nicht mehr als Flüchtlingsunterkunft gebraucht würde. Ende Oktober zogen die minderjährigen Geflüchteten nun aus. Die vom evangelischen Johannesstift in den vergangenen Monaten betriebene Einrichtung wurde wegen gesunkener Zuweisungszahlen geschlossen (MAZ berichtete). Die Jugendlichen wurden auf andere Einrichtungen im Kreis verteilt.

Weil es seither aber kein klares Bekenntnis zur Zukunft der Immobilie gab, befürchten Freunde und Förderer des Vereins, das Haus könnte anderweitig genutzt oder gar privatisiert werden. „Das lehnen wir ab“, betonte der Ortsvorsitzende Manfred Rißmann. Nach Informationen der SPD wird es Anfang Dezember ein Gespräch zwischen dem Landrat und Vertretern des Fördervereins geben. Bis dahin soll die Position der Zehdenicker den Kreischef erreicht haben. Auch in der Fürstenberger Stadtverordnetenversammlung wurde vor wenigen Tagen für den Waldhof als Sitz des Fördervereins geworben und ein Schulterschluss der Fraktionen sowie der Verwaltung angeregt.

Auch beim Thema Feuerwehrtechnisches Zentrum wollen die Sozialdemokraten aus dem Norden zusammenhalten. Die Zehdenicker SPD signalisierte, dass sie den Granseer Kollegen den Rücken stärken wird. Der Antrag des SPD-Ortsvereins Gransee-Fürstenberg zum Verbleib der Einrichtung in Gransee soll unterstützt werden.

In Vorbereitung des Wahljahres 2019 will sich der Ortsverein breit aufstellen und bei vielen Themen mit Ideen überzeugen. Dazu sollen Arbeitsgruppen gebildet werden, die sich mit der wirtschaftlichen Entwicklung, der Infrastruktur und der Belebung der Innenstadt einschließlich des Festplatzes befassen. Die Bundestagswahl ist zumindest aus Sicht der Zehdenicker SPD so schlecht nicht gelaufen. Auch wenn Direktkandidat Benjamin Grimm nicht ins Parlament einzog und die Zahlen insgesamt eher mau waren „Wir hatten das zweitbeste Ergebnis im Landkreis. Das hat uns gezeigt, dass er der richtige Kandidat war“, so Rißmann. Allerdings falle es ihm schwer zu sagen, wofür die Sozialdemokraten derzeit stünden. Auf lokalpolitischer Ebene wollen die Mitglieder ihre Positionen deshalb umso klarer vertreten.

Von Cindy Lüderitz

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Gransee


MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg