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Saisongalerie im Stadtladen

Urbahn-Ausstellung in Zehdenick Saisongalerie im Stadtladen

Mit einer großen Ausstellung über den Schmetterlingsforscher Ernst Urbahn beteiligen sich die Zehdenicker Heimatfreunde am Festjahr der Stadt. In der ehemaligen Postagentur soll bis Oktober auch ein Teil seiner historischen Schmetterlinssammlung gezeigt werden.

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Die Heimatfreunde bereiten eine große Ausstellung vor.

Quelle: Lüderitz

Zehdenick. Genug Material für ein Heimatmuseum hätten sie. Weil sich dieser Wunsch aber bislang nicht erfüllt hat, richten die Kultur- und Heimatfreunde im Jahr 800 des Zehdenicker Stadtrechts eine Saisongalerie in der ehemaligen Postagentur ein. Für sieben Monate soll sie im Festjahr geöffnet werden. Personell abgesichert wird das Projekt voraussichtlich über die Aqua Zehdenick, die zwei Arbeits-Maßnahmen dafür beantragt hat. Gewidmet ist die Fest-Ausstellung dem international anerkannten Schmetterlingsforscher Erich Urbahn – einer der vier Ehrenbürger der Stadt und eine von vielen Menschen hoch geschätzt Persönlichkeit. Für seine Verdienste um die Naturwissenschaften erhielt er 1963 die höchste Auszeichnung der Akademie der Wissenschaften: die Leibniz-Medaille.

Hannelore Wenk gerät noch heute ins Schwärmen, wenn sie von Ernst Urbahn erzählt. Sie weiß noch genau, wie es in der Wohnung der Familie in der Poststraße aussah. Mit einer Raupe, die sie im Wald gefunden hatte, sei sie als Mädchen zu ihm gegangen. Er habe vor ihr seine Bestimmungsbücher und Bilder ausgebreitet und ihr in aller Ruhe erklärt, um welches Fundstück es sich dabei handelt. Die Raupe gehörte zu einem Wolfsmilchschwärmer.

Gemeinsam mit seiner Frau Hertha schrieb Urbahn über 20 Jahre an dem Nachschlagewerk „Die Pommernfauna“. Seine Sammlung von rund 25 000 Schmetterlingen ist im Besitz des Naturkundemuseums in Berlin. Mit der Einrichtung haben die Kultur- und Heimatfreunde bei einer Exkursion Kontakt aufgenommen und die Zusage erhalten, dass einige Exponate Urbans für die Ausstellung nach Zehdenick zurückkehren dürfen. Gemeinsam mit Gewo-Geschäftsführer Eckart Diemke wurde in Vorbereitung der Schau nach einer geeigneten Immobilie in der Stadtmitte gesucht. Die erste Wahl der Chronisten fiel auf den ehemaligen Textilladen an der Brücke. Aber der sei schon vergeben, sagt Bärbel Weise. Aber auch die ehemalige Postagentur biete mit ihren auf drei Räume verteilten 77 Quadratmeter genügend Platz für die Bilder, Collagen und Schmetterlinge. Die Grüne Liga Oberhavel unterstützt die Ausstellung finanziell und ideell. Vorsitzender Norbert Wilke sagt, er sei dank Urbahn zum Naturschutz gekommen. Nach dessen Tod 1983 begann in Zehdenick die fachliche Arbeit der Natur- und Heimatfreunde und hier wurde 1990 der Naturschutzverein, dem Wilke seither angehört, gegründet.

Ins Gedächtnis vieler Zehdenicker ist die große Liebe von Herta und Ernst Urbahn geblieben. Nur einen Tag nach seinem Tod nahm sich seine Frau das Leben.

Von Cindy Lüderitz

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