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Gransee Funkmast im Dorf abgelehnt
Lokales Oberhavel Gransee Funkmast im Dorf abgelehnt
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19:46 27.06.2018
Einen Sendeturm wird es in Schönermark nicht geben. Quelle: Andreas Kämper
Schönermark

Die Telekom möchte in Schönermark einen Funkmast aufstellen. Die meisten Dorfbewohner wünschen sich besseren Empfang. Insofern herrscht Einigkeit. Aber mitten im Dorf soll es keinen Mast geben. Darauf hat sich die Gemeindevertretung in ihrer jüngsten Sitzung verständigt.

Der von der Telekom auserwählte Standort an der Bushaltestelle hatte in den vergangenen Wochen für viel Kritik gesorgt. Eine Bürgerinitiative macht seit Anfang April auf die Strahlenbelastung und sich daraus ergebenden Gesundheitsrisiken aufmerksam. Gleichzeitig „begrüßt die Gemeindevertretung Schönermark die Aktivitäten zur Verbesserung der Mobilfunkerreichbarkeit“ in der Gemeinde, wie es in dem dazu gefassten Beschluss heißt.

Nach der öffentlichen Informationsveranstaltung hat die ehrenamtliche Bürgermeisterin Kirsten Schulz mit dem Vertreter der Telekom nach Alternativstandorten Ausschau gehalten, um die „berechtigten Interessen der betroffenen Bürger zu berücksichtigen“, wie sie in einem Schreiben an die Amtsverwaltung erklärt. Offenbar ohne Erfolg. Das Unternehmen habe mitgeteilt, dass es „aus wirtschaftlichen Gründen“ bei dem Platz an der Bushaltestelle bleiben soll.

Für die Tatsache, dass „wirtschaftliche Interessen vor mögliche gesundheitliche Risiken gestellt werden“, wie Kirsten Schulz es formuliert, hatte es in der vorhergehenden Debatte Verständnis gegeben. Dennoch überwogen die Stimmen derjenigen, die vor gesundheitlichen Schäden der Strahlenbelastung warnten. Der Telekom-Vertreter habe diese Befürchtungen „nicht nachhaltig entkräften können“, so Kirsten Schulz.

Seit 2017 wurden in mehreren amtsangehörigen Gemeinden Funkverstärkeranlagen errichtet, Ende des Jahres begannen die Vorbereitungen dafür auch in Schönermark. „Zu meinen Grundsätzen gehört es, offen und transparent zu agieren“, sagt Bürgermeisterin Kirsten Schulz. Deshalb habe sie die Gemeindevertreter im März über das Vorhaben informiert. Dies wiederum führte zu einer öffentlichen Anhörung am 5. April, in deren Folge sich die Bürgerinitiative formierte. Bei einer Veranstaltung am 24. Mai wurden etliche Studien im Zusammenhang mit den Gesundheitsrisiken von Funkstrahlen zitiert.

Sorge bereitet einigen Schönermarkern zudem die Tatsache, dass nach einer Standortgenehmigung die Telekom lediglich der Bundesnetzagentur rechenschaftspflichtig ist, mit welchen Sendeanlangen und Antennen der Funkmast ausgestattet wird.

Von Martina Burghardt

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