Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -4 ° wolkig

Navigation:
Schokolade für den Weihnachtsmann

Himmelpfort Schokolade für den Weihnachtsmann

Mehr als eine halbe Million Euro investieren Unternehmer in den Um- und Ausbau des alten Konsums in Himmelpfort. In dem Gebäude wird es künftig eine Chocolaterie und einen Spirituosenhandel mit Himmelpforter Köstlichkeiten geben. Am Donnerstag wurde auf der Baustelle Richtfest gefeiert.

Voriger Artikel
Einkaufen wird belohnt
Nächster Artikel
Ein Sparschwein für die Ministerin

Carsten Engelmann und Sylke Wienold investieren in Himmelpfort. Am Donnerstag wurde auf ihrer Baustelle Richtfest gefeiert.

Quelle: Cindy Lüderitz

Himmelpfort. Kaum etwas passt wohl so gut zum Weihnachtsmann wie Schokolade – die künftig direkt in Himmelpfort produziert wird. Auf der Baustelle der neuen Chocolaterie wurde am Donnerstag Richtfest gefeiert. Die Eröffnung ist für 2018 geplant, spätestens zum Start der Tourismussaison im Mai. Mit der neuen Adresse verschwindet im Weihnachtsmanndorf eine der schlimmsten Ruinen.

Unternehmer Carsten Engelmann wollte gemeinsam mit seiner Frau eigentlich ein schönes Ferienhaus in der Hasenheide bauen. Sein Blick fiel dann aber auf die verfallene Immobilie auf der anderen Straßenseite – auf den ehemaligen Konsum. „Ich dachte, das kann unmöglich das Entree eines Erholungsortes sein“, so Engelmann, der seit fünf Jahren parallel zum Hauptjob in der Politik einen Spirituosenhandel unterhält. Im Haus des Gastes vermarktet er „Himmelpforter Klosterbräu“. Engelmann kaufte den Konsum und fand mit Schokoladenproduzentin Sylke Wienold eine Geschäftspartnerin. Gemeinsam bauen sie an der Chocolaterie und Degustation. 700 000 Euro investieren sie in das Projekt. Unterstützt wird es vom Leader-Programm für ländliche Entwicklung. 200 000 Euro kommen aus dem EU-Topf – die Höchstförderung.

Sylke Wienold hat Erfahrung mit Schokolade. Sie betreibt bereits eine Chocolaterie in Hammelspring (Uckermark) mit acht Angestellten und mehr als 700 süßen Produkten im Sortiment. Welche davon künftig in Himmelpfort produziert werden, überlegt die Chefin noch. Ein Drittel des Hauses hat sie für Showküche und Verkaufsraum zur Verfügung. Bis zu drei Arbeitsplätze könnten dort entstehen. „Wir möchten Sachen machen, die zu Himmelpfort passen. Auf jeden Fall Weihnachtsmänner.“ Im anderen Teil des Hauses wird Carsten Engelmann eine Degustation einrichten. Dort sollen Bier, Brände und Geister abgefüllt und verkauft werden. Daneben entstehen Vollküche, Bistro und Café-Garten. 600 Quadratmeter Außenbereich gehören zum Grundstück.

Im Obergeschoss wird es Ferienwohnungen geben. Dafür wurde ein zusätzliches Stockwerk auf das Gebäude aufgesetzt. „Für Service und Küche suchen wir noch Personal“, sagt Engelmann. Eine Bewerbung erhielt er schon beim Richtfest. Fürstenbergs Bürgermeister Robert Philipp wünschte den Unternehmern am Donnerstag „viel Erfolg“ für ihr Projekt, das aus seiner Sicht gut in den Ort und zum Tourismus passt. „Himmelpforter und Besucher haben sich lange gefragt, wann irgendjemand endlich dieses Haus anfassen wird. Schön, dass es nun soweit ist.“ Die Chocolaterie sei strategisch günstig gelegen. Über den Radweg, der durch den Ort führt, fahren nach Erhebungen der Zählstation in Ravensbrück jedes Jahr rund 40 000 Radfahrer, betonte Philipp.

Von Cindy Lüderitz

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Gransee


MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg