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Abschied vom Seniorenclub

Granseer Begegnungsstätte vor dem Aus Abschied vom Seniorenclub

Bei den Granseer Senioren herrscht Katerstimmung: die Nachricht von der Schließung der Begegnungsstätte in der Stadtmitte traf viele unverhofft. Die Einrichtung, die vom DRK betrieben wird, soll zu einer Tagespflege umgebaut werden. Die Sport- und Selbsthilfegruppen müssen ausweichen.

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Letzte Runde: Weihnachtstreffen im Seniorenclub.

Quelle: Cindy Lüderitz

Gransee. Letzte Runde im Seniorenclub: wenige Tage vor dem Umbau der DRK-Begegnungsstätte in Gransee zur Tagespflege feierten Bewohner und Freunde des Hauses im Saal Heiligabend – mit einer kleinen Bescherung und Musik. Die Weihnachtsstimmung war in diesem Jahr allerdings gedrückt. Viele Senioren sind enttäuscht, dass ihr Treffpunkt geschlossen wird. „Hier bricht ein wichtiges Projekt weg“, sagte Bürgermeister Mario Gruschinske (SPD), der gemeinsam mit der Stadtverordneten Ines Engelke und der Seniorenbeiratsvorsitzenden Astrid Tonne kleine Weihnachtstüten verteilte.

Stadt und Amtsverwaltung seien mit dem DRK im Gespräch, um Alternativen zu suchen, so Gruschinske. Ein so zentral gelegenes Objekt wie das in der Rudolf-Breitscheid-Straße gibt es aber nicht, noch dazu ein barrierefreies. Die Sportgruppe wird sich vorerst im Heimatmuseum treffen. Für die Senioren, die in der Straße des Friedens beziehungsweise in Bahnhofsnähe wohnen, werde der Weg dadurch deutlich, so Gruschinske. Es habe auch Überlegungen gegeben, den Amtssaal als Ausweichquartier zur Verfügung zu stellen. Und selbst über das ehemalige AOK-Haus sei spekuliert worden. Die Kartenspieler können erstmal im „Gasthaus Gransee“ weiterspielen. Die Bewohner der beiden Seniorenhäuser, die sich zum Mittagessen bislang in der Küche im Erdgeschoss einfanden, werden künftig größtenteils in ihren Wohnungen essen. Auch die Blutspende-Termine müssen verlegt werden und sollen künftig im Hospital Global stattfinden. Die Umbauarbeiten in der Begegnungsstätte sollen im ersten Quartal 2016 beginnen. Der Saal soll zweigeteilt werden, um den Gästen Rückzugsmöglichkeiten zu bieten. Irmgard Hahn sagt, dass es offenbar einen Bedarf geben müsse, wenn sich das DRK dafür entscheidet. Zugleich, so die Seniorin, sei es bedauerlich, dass dafür der Club aufgegeben werde. Seit zwei Jahren ist die Granseerin alleinstehend und hat den Heiligabend seither in der Begegnungsstätte verbracht. „Im Club“, sagt sie, „kommt man auf andere Gedanken“. Eine andere Seniorin, die namentlich nicht genannt werden möchte, schimpfte: „Jetzt nehmen sie uns auch noch den Club weg. In Gransee ist doch schon kaum noch was für uns Senioren.“

Für das DRK war die 2003 eröffnete Begegnungsstätte ein Zuschussgeschäft, das aus anderen Geschäftsbereichen mitfinanziert werden musste. Die Einnahmen aus Vermietung und Bewirtung reichten nicht, um die Bewirtschaftungskosten zu decken. Trotz des Zuschusses der Stadt und der Unterstützung der Gewo, die dem Verband mit der Miete entgegenkam. Mit einem neuen Konzept versuchte das DRK zuletzt gegenzusteuern. Das Probejahr verlief offenbar nicht wie gewünscht.

Von Cindy Lüderitz

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