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Sterne gucken am Stechlinsee

Neuglobsow (Oberhavel) Sterne gucken am Stechlinsee

Seit Einführung der Glühbirne Mitte des 19. Jahrhunderts wird die Umwelt immer stärker durch künstliches Licht beeinträchtigt. Dies hat Folgen für Natur und Mensch. Die Lichtverschmutzung stört auch das Wohlbefinden des Menschen. Dass die Dunkelheit der Nacht ein schützenswertes Gut ist, darüber wird demnächst am Stechlinsee diskutiert.

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Einen so klaren Sternenhimmel gibt es wegen zahlreicher Lichtquellen längst nicht mehr überall zu sehen.

Quelle: Friedrich Bungert

Neuglobsow. Am Stechlinsee ist es noch so dunkel wie vor Einführung der Glühbirne, sagen Wissenschaftler. Deshalb kann man dort die Milchstraße noch in ihrer vollen Pracht bewundern und Sterne sehen. Einige davon zeigt Andreas Hänel vom Osnabrücker Planetarium und der Fachgruppe „Dark Sky“ der Vereinigung der Sternenfreunde am 13. Oktober. Eingebettet sind Sternenführung und Vortrag in die vom Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) initiierte Veranstaltungsreihe „Dialog am Stechlinsee“, die sich in diesem Jahr mit den Schatten des künstlichen Nachtlichtes befasst.

Anliegen der Dialoge ist es, aktuelle Themen aus Wissenschaft und Praxis aufzugreifen, um sie mit Akteuren aus Behörden, Verbänden und Vereinen, Politikerinnen und Politikern sowie interessierten Bürgern aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu diskutieren. Dazu wird am Samstag, 14. Oktober, Gelegenheit sein, wenn Wissenschaftler im IGB über verschiedene Licht-Themen referieren. Andreas Jechow hat seinen Vortrag mit „Ein schwarzer Fleck auf der Karte: der Stechlin“ überschrieben, Mark Gessner spricht über den Versuch, Seeökosysteme zu erleuchten, Ilona Langgemach vom Landesamt für Umwelt über den ersten zertifizierten Sternenpark Deutschlands und Gemeindevertreter Diethelm Ronnberger darüber, wie die Dunkelheit am Stechlinsee bewahrt werden kann.

Die innere Uhr des Menschen und die vieler anderer Lebewesen ist auf den ständigen Wechsel von Tag und Nacht ausgerichtet. So war es mehr als zwei Milliarden Jahre lang auf der Erde. Doch seit der Erfindung der Glühbirne vor fast 200 Jahren hat sich die Situation grundlegend verändert. Zunehmend macht der Mensch die Nacht zum Tag. Denn Licht verspricht Sicherheit, Wohlstand und Modernität. Was aber auf der einen Seite unschätzbare Vorteile bringt, hat auch Schattenseiten: Lichtverschmutzung ist heute ein wichtiger Aspekt des globalen Umweltwandels.

Die Teilnahme ist kostenlos. Für Pausenverpflegung ist gesorgt. Verbindliche Anmeldung bis 6. Oktober per E-Mail: stechlin@igb-berlin.de oder Telefon 033082/6990.

Von MAZonline

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