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Storchendrama auf dem Friedhof

Buberow Storchendrama auf dem Friedhof

Mit einem lauten Knall stürzte am Montagabend das Storchennest vom Giebel der Buberower Kirche. Drei Jungtiere sind dabei zu Tode gekommen. Die Einwohner betrauern den Verlust.

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Die Elterntiere standen am Dienstag ratlos auf dem Giebel, unter ihnen die Reste des Nestes.

Quelle: Tobias Ziemann

Buberow. Ein wahres Drama hat sich am Montagabend an der Buberower Kirche abgespielt. Von einem lauten Knall aufgeschreckt, sind Bürger auf die Straße gelaufen und musste das Dilemma mit ansehen. Das Storchennest war vom Turm gestürzt. Und mit ihm die drei Jungstörche, die nach Angaben von Pfarrer Tobias Ziemann nur noch tot geborgen werden konnten. „Das ist ein Jammer.“ Am frühen Dienstagmorgen zeigte sich das verheerende Bild in seinem ganzen Ausmaß. Auch das Dach der Kirche wurde bei dem Absturz beschädigt. Das Nest aus Ästen und Erde liege nun völlig zerstört auf dem Friedhof neben der Kirche. Die erwachsenen Störche standen gestern fast den ganzen Tag ratlos auf dem Giebel.

Erst im Frühling hatte es mit Naturschützern eine Prüfung des Nestes gegeben, sagt Pfarrer Ziemann. Zu diesem Zeitpunkt seien Schäden nicht erkennbar gewesen, die auf diese Drama hätten hindeuten können. Der Pfarrer vermutet, dass die starken Regenfälle der vergangenen Tage zum Absturz des Nestes geführt haben. Womöglich sei die Erde durch das viele Wasser völlig aufgeweicht und so schwer geworden, dass die Nest-Konstruktion nachgegeben hat. Große Trauer über den Verlust der Jungen herrscht im Ort auch deshalb, weil der Storchensommer nach einigen schwierigen Jahren ein guter zu werden schien. „Es war immer irgendwas, entweder es war zu trocken oder es gab nicht genügend Futter. Dieses Jahr war endlich alles schön und satt“, so Ziemann. Nach dem es in der Regel zwei Jungtiere in Buberow schaffen, auszufliegen, brachten die Elterntiere diesmal drei Jungstörche gesund durch das Frühjahr – das ist auch für die Storchenregion inzwischen fast eine Seltenheit. Die Jungtiere seien gut genährt und fast flugfähig gewesen, sagt der Pfarrer. Aber vermutlich kam der Absturz so plötzlich, dass sie nicht mehr reagieren und sich retten konnten.

Einwohner des Ortes, die sich von dem Vorfall tief betroffen zeigten, räumten am Dienstagnachmittag an der Kirche auf und kümmerten sich auch um die toten Jungtiere. Das Dach des Gotteshauses muss nach dem Absturz ebenfalls repariert werden. In welchem Umfang stand am Dienstag noch nicht fest. Für die Buberower Störche ist das nicht der erste Schicksalsschlag. Schon 2007 – auch damals gab es einer Dreier-Brut – gab es traurigen Zwischenfall. Die Jungen mussten für die Futtersuche über die Bahnlinie hinweg fliegen, dabei geriet eines der Storchenkinder in die Freileitung und brach sich beide Beine.

Von Cindy Lüderitz

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