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Vom Amtsschimmel zum Bürgerross

Gransee 2030 Vom Amtsschimmel zum Bürgerross

Ein Semester lang haben Studenten aus Cottbus und Potsdam das Amt Gransee „vermessen“. Ihre Ergebnisse und Vorschläge präsentierten sie am Dienstag im Strittmatter-Gymnasium. Bürgermeister Mario Gruschinske sprach nach dem Ideen- Marathon von „einer Menge Inspiration“. Anderen waren die Vorschläge „viel zu theoretisch“.

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Studenten in Gransee – sie zeigten ihre Arbeiten

Quelle: UWE HALLING

Gransee. Das gab’s noch nie! Studenten von der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus (BTU) und der Fachhochschule Potsdam bissen sich ein Semester lang am Amt Gransee und Gemeinden fest. Sie recherchierten, notierten, interviewten, diskutierten, analysierten und resümierten in den vergangenen Monaten rund um das Thema „Zukunftsstadt Gransee 2030+“. Für die Cottbuser – Fachgebiet Stadtplanung und Raumentwicklung – war es das Masterprojekt. „Es gab einige von uns, die einmal in der Woche in Gransee waren“, sagte BTU-Student Mathias Löhrke. Am Dienstag präsentierten die Studenten im Foyer des Strittmattergymnasiums vier Stunden lang ihre Werke. Die Cottbuser um Professor J. Miller Stevens offerierten die Szenarien „Lebensoase Gransee – zwischen Metropole und Idylle“ sowie „Natur- und Aktivregion Gransee“. Die Potsdamer – Kurs Designer-Theorie – setzten auf ein anderes Pferd: „Vom Amtsschimmel zum Bürgerross“.

Ein Thema tauchte in so gut wieder jeder Präsentation auf: Vernetzung. Der Alltag würde in Zukunft davon bestimmt, wie die Menschen miteinander kommunizieren, sich informieren. Da kam der Vorschlag vom „Smart Senior“, bei dem der Gesundheitszustand des (älteren) Menschen direkt an den Arzt übermittelt wird; in der die Mobilitäts-App könnten Kontakte zu Vereinen, Apotheken, Restaurants, Verwaltung, Ärzten vermittelt werden. Das wäre eine gute Plattform, um auf Veranstaltungen oder Tourismusangebote aufmerksam zu machen.

Der Rat der Studenten: aus Gransee mehr herauszuholen. Es gebe zum Beispiel eine tolle Innenstadt, den Naturpark mit einem einmaligen Laufkurs. Der Stechlinsee reiche als Marke nicht, um an Anziehungskraft zu gewinnen. Kulturangebot? Ja, nur ohne Außenwirkung. Die Potsdamer Studenten nahmen insbesondere das (unübersichtliche) Gebäude der Amtsverwaltung unter die Lupe, das für Bürger zu einer Wohlfühlzone und vernetzt werden sollte.

Nicht alle Zuhörer teilten die Visionen der Studenten. Von „Sehr gelungen“, „Mir ist vieles zu theoretisch“ bis „Das hat mit Gransee wenig zu tun“ gingen die Kommentare. Bürgermeister Mario Gruschinske fasste es so zusammen: „Es ist die Freiheit der Gedanken. Wir haben eine Menge Inspiration bekommen.“

Von Stefan Blumberg

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