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Vögel vor dem Abflug

Betriebsschluss in Burgwall Vögel vor dem Abflug

Der Landkreis Oberhavel steht vor der Übernahme des ehemaligen Tontagebaus in Burgwall. Die Sicherungsarbeiten in der Grube sind weitestgehend abgeschlossen. Künftig soll die Betriebsstätte touristisch genutzt werden und für die Öffentlichkeit zugänglich sein.

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Die Burgwaller Vögel müssen umziehen.

Quelle: Carola Martin

Burgwall. Die Schlüsselübergabe rückt näher: bis Ende Oktober räumt der Förderverein Friedrich Hoffmann das Freizeit-Gelände am ehemaligen Tontagebau in Burgwall. Wellensittiche, Papageien, Enten und zwei Huskys müssen bis dahin umgesiedelt werden. Ein Teil der Tiere hat bereits ein neues Zuhause. Der Betriebshof soll für die Übergabe an den Landkreis vorbereitet werden, sagte Heinz Lachetta, ehemaliger Betriebsleiter des letzten aktiven Tagebaus in der Region, und Akteur des Fördervereins.

Noch steht der offizielle Abschluss des Rekultivierungsarbeiten aus, die dem früheren Betreiber des Tagebaus, der Wienerberger AG, vom Landesbergamt auferlegt worden sind. Zu den Aufgaben gehörte unter anderem die Sicherung der Böschungen.

Monika Adam auf der Aussichtsplattform an der Tongrube

Monika Adam auf der Aussichtsplattform an der Tongrube.

Quelle: Carola Martin

Nach mehr als 25 Jahren geht die Ära des Tontagebaus in Burgwall dennoch unweigerlich zu Ende. Monika Adam, die sich für den Verein um die Vögel und die Besucher kümmert, war Ende der 1980er Jahre die Erste in der Grube. Seither wurden dort Erdschätze gefördert. Neben dem Ziegelproduzenten Wienerberger war auch Porenbetonhersteller Hebel in Burgwall aktiv. 2004 wurde die Förderung mangels Nachfrage eingestellt. Allein zehn Millionen Tonnen Quarzsand und mehr als fünf Millionen Tonnen Ton würden dort noch lagern, sagte Lachetta. Bereits 1997 setzte jedoch die Flaute ein und der Absatz von Baumaterialien ging zurück. Darunter hätten die Ziegelproduzenten gelitten. Als das Wienerberger-Werk in Gransee geschlossen wurde, war das auch das Ende des Tontagebaus in Burgwall. Dort ist nach dem Betriebsschluss der jüngste der Zehdenicker Tonstiche entstanden. Die Grube ist mit reichlich klarem Wasser gefüllt.

Der letzte Ton-Tagebau der Region

Erst 1988 ging der Tagebau in Burgwall ans Netz. Abgebaut wurden tonnenweise Ton, Quarzsand sowie Kiessand. Es war der letzte aktive Tagebau in der Region. Über die Betriebsstätte wacht bis heute das Landesbergamt.

Der Landkreis erwarb das Gelände samt Grube und Wald 2009 – die Übertragung geht mit der Entlassung des Noch-Eigentümers aus dem Landesbergrecht einher. Die Sicherungsarbeiten sind abgeschlossen.

 

Der Landkreis ist bereits seit 2009 als Eigentümer im Grundbuch eingetragen. In seinen Besitz geht das Objekt aber erst, wenn der Noch-Eigentümer aus dem Bergrecht entlassen ist, erklärte Pressesprecher Ronny Wappler auf Anfrage. Dabei soll es sich nur noch um eine Formalie handeln. Der Kreis will auf dem Gelände touristische Angebote schaffen. Welche genau, ist noch unklar. „Die konzeptionellen Überlegungen sind noch nicht abgeschlossen“, sagte Wappler. Die Idee eines Vogeldorfes in Burgwall wurde bereits 2011 verworfen. Der Haltepunkt der Ziegeleipark-Bahn soll jedoch erhalten und die Grube sowie der sie umgebende Wald wieder öffentlich zugänglich werden. Den Anfang macht der Förderverein mit dem Rückbau eines Teils der Zaunanlage Anfang Oktober.

Der Landkreis möchte das Areal touristisch nutzen

Der Landkreis möchte das Areal touristisch nutzen.

Quelle: Cindy Lüderitz

Von Cindy Lüderitz

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