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Treffen der Tuning-Szene im Ziegeleipark

Mildenberg Treffen der Tuning-Szene im Ziegeleipark

Autoliebhaber aus den Nachbarkreisen, aus Berlin sowie der Region zeigten ihre aufgehübschten, teilweise ungewöhnlichen Fahrzeuge. Sie nutzten das Gelände im Ziegeleipark, in Neuruppin musste die Veranstaltung abgesagt werden.

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Alles, nur nicht gewöhnlich: Robert Hütter hat aus seinem Golf ein Kunstwerk gemacht – in der Szene spricht man von einer „Ratte“.

Quelle: Fotos: Cindy Lüderitz

Mildenberg. Das zweite Bunker-Beatz-Treffen der Opel Performance IG in diesem Jahr stand unter keinem guten Stern. Weil sie den Flugplatz Neuruppin aus rechtlichen Gründen nicht ansteuern durften, mussten die Organisatoren drei Tage vor der Veranstaltung einen neuen Treffpunkt für Tuningfans aus der Region ausfindig machen. Schließlich hatte der Ziegeleipark hatte am Sonnabend noch eine Wiese frei. „Das ist eine tolle Kulisse für das Treffen und wir sind dankbar für die kurzfristige Hilfe, aber der Orts-Wechsel hat uns Teilnehmer gekostet“, sagte Mitveranstalter Normen Wendrich aus Gransee. Weit mehr als 400 Zusagen gab es im Vorfeld, am frühen Nachmittag war rund die Hälfte der erwarteten Starter auf dem Platz.

Autoliebhaber aus den Nachbarkreisen, aus Berlin sowie der Region zeigten ihre aufgehübschten, teilweise ungewöhnlichen Fahrzeuge. Einem Liegewagen glich ein umgebauter Opel-Corsa, der auf Hüfthöhe getunt war. Ein Blickfang war die „Ratte“ von Robert Hütter. Den 1993 gebauten Volkswagen hat der Neustrelitzer in weniger als einem halben Jahr zu „seinem“ Auto und zu einem Kunstwerk gemacht. Von der Werks-Karosse einmal abgesehen, ist nichts an diesem Vehikel „normal“. Wenn Hütter den Blinker setzt, tippt er auf einen alten Maulschlüssel. Wenn er die Lüftung bedient, dreht er die optisch antiquierten Duschknöpfe auf und wenn er per Fernbedienung seine Türen öffnet, ist ein Klingelton zu hören.

Auf dem Dachgepäckträger hat er einen Koffer seines Opas festgeschnallt, daneben liegen Skier parat. Die Motorhaube ist mit Jute verkleidet, der Lack weggebrannt und der Rost „ausgeblutet“. Trotz der eigenwilligen Umbauten und der mutigen Gestaltung ist das Fahrzeug im Frühjahr durch den TÜV gekommen. „Ein Auto von der Stange kommt für mich nicht in Frage“, sagt der 30-Jährige. Auch wenn das bedeutet, dass die Polizei ihn gerne mal zur Seite nimmt. „In Neustrelitz kennen sie mich inzwischen und wissen, dass alles korrekt eingetragen ist“. Der Ratten-Look, den Hütter seinem Auto gab, stammt aus Amerika. Die Bauteile für den individuellen Straßenschmuck findet er vor allem auf Flohmärkten.

Das Ratten-Design ist in Mildenberg eine von vielen Disziplinen, in denen die Fahrzeuge prämiert werden. Bei einem Wettbewerb geht es um den lautesten Auspuff. Das Messgerät kommt bis 130 Dezibel mit, einige liegen drüber. Aber auch für die weiteste Anreise oder für das Fahrzeug mit dem höchsten Kilometerstand werden an diesem Sonnabend Pokale vergeben.

Organisator Normen Wendrich ist trotz des kleinen Rückschlages optimistisch, aus der Veranstaltung ein dauerhaftes Treffen der Tuning-Szene machen und im nächsten Jahr eine zweite Wiese im Ziegeleipark füllen zu können. Alles hatte klein angefangen, als sich vor zwei Jahren 20 Interessierte mit ihren Autos in der Bunkerkulisse von Osterne trafen, um ihre Fahrzeuge optisch in Szene zu setzen. Beim zweiten Mal kamen dreimal so viele. Wendrich hat die Interessengemeinschaft aus Liebe zu Autos und zu seiner Hausmarke gegründet. „Ich bin mit Opel groß geworden. Aber bei diesen Treffen ist die Marke egal. Hier geht es um Autos und was man daraus macht“, sagt er.

Von Cindy Lüderitz

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