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Verein der Waldbesitzer wird 25 Jahre

Löwenberger Land Verein der Waldbesitzer wird 25 Jahre

So kurz nach der Wende mussten sich die Waldbesitzer im Osten Deutschlands neu sortieren. Das taten sie auch im Löwenberger Land. Eine stattliche Zahl von Eigentümern fand in der Forstbetriebsgemeinschaft Häsen ein neues Zuhause – und lernte Vorteile kennen.

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Heidelore Ziegenhagen und Jörg Reinke zeigen ein Paradebeispiel für die Bewirtschaftung eines Waldes (zwischen Neulöwenberg und Grüneberg): satter Kiefernbestand, aufgeforstete und geerntete Fläche.

Quelle: FOTO: STEFAN BLUMBERG

Löwenberg. Alt wie ein Baum ist der Verein noch nicht, aber die 25 Jahre, die die Forstbetriebsgemeinschaft (FBG) Häsen jetzt existiert, können sich sehen lassen. Ein Vierteljahrhundert werden die Flächen von Waldbesitzern im Löwenberger Land gehegt und gepflegt, von ihnen geerntet und das Holz vermarktet. „Das ist schon eine Erfolgsgeschichte“, sagt Heidelore Ziegenhagen, selbst Waldbesitzerin, vom ersten Tag an im Verein und seit 23 Jahren die Kassenwartin. Heute begehen Vorstand und Besitzer bei der Mitgliederversammlung ohne großes Tamtam das Jubiläum – eine Kremserfahrt inklusive anschließendem Büfett.

390 Hektar werden von der Betriebsgemeinschaft aktuell bewirtschaftet. Waren es anfangs noch 19 Waldbesitzer, die sich unter dem Dach der Betriebsgemeinschaft eingefunden hatten, liegt diese Zahl jetzt bei 83, seit 2009 stagniert sie. Die 390 Hektar sind ein kleiner Teil der Waldfläche im Löwenberger Land. Manch einer besitzt 1000 Quadratmeter, die Gemeinde (gemeinsam mit der Kirche größter Waldbesitzer) 17,1 Hektar. „Wir verwalten einen Flickenteppich – die Flächen sind in der gesamten Gemeinde verteilt und nicht zusammenhängend“, beschreibt es der Vorsitzende Jörg Reinke.

Der Wald, der von der Forstbetriebsgemeinschaft Häsen verwaltet und bewirtschaftet wird, besitzt laut Jörg Reinke eine gute Qualität. Das sei insbesondere ein Verdienst des langjährigen beratenden Försters Peter Giesen, der 2011 jedoch verstorben sei. „Er war von seinem Wesen her geradeaus und deshalb sicherlich unbequem, aber er hat einen großen Anteil daran, dass wir gute Bestände haben. Ein Glücksfall für uns“, so Jörg Reinke, der mit Günter Brandenburg (bis 2004) und Mario Brandenburg (bis 2013) lediglich zwei Vorgänger im Amt des Vorsitzenden hatte.

Das Ziel der FBG Häsen ist es, gemeinsam in einem starken Verband alle notwendigen waldbaulichen Maßnahmen wie Waldpflege, Neuaufforstung und die Holzvermarktung optimal durchzuführen. „Wir arbeiten dabei nach dem Solidarprinzip“, sagt Heidelore Ziegenhagen. Für die Kosten (Waldpflege, Steuern, Versicherung) kommen alle gleichermaßen auf, bei den Ausschüttungen wird ebenso verfahren. In den 25 Jahren wurde von der Fläche der Forstbetriebsgemeinschaft Holz im Wert von 457 000 Euro verkauft. Investiert hat der Verein, der quasi ein Wirtschaftsbetrieb ist, 377 000 Euro für Forstarbeiten. Ausgeschüttet wurden 135 000 Euro (357 Euro je Hektar).

Der Vorstand, zu dem auch Karl-Heinz Wacker (stellvertretender Vorsitzender) aus Grüneberg gehört, wünscht sich, dass die Gemeinschaft noch größer wird. „Davon können alle profitieren. Wir bringen eine Erfahrung von 25 Jahren mit ein“, wirbt Jörg Reinke (siehe nebenstehender Kasten).

Heute Abend wird der Vorsitzende den Besitzern von Privatwald im Charlottenhof Neulöwenberg zunächst Rechenschaft ablegen über die zurückliegende Arbeit und einen Ausblick geben. Anschließend schwingen sich alle auf mehrere Kremser. Und dann geht es – was Wunder – in den Wald, in den Liebenberger Forst.

Von Stefan Blumberg

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