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Verkorkstes Apfeljahr

Menz Verkorkstes Apfeljahr

Die Ausbeute des Apfeljahres ist mager. Trotzdem gab es am Samstag beim Apfelfest in Menz frisch gepressten Saft und zehn Apfelkuchen beim Bäckerwettbewerb. Dafür wurden stille Reserven bemüht.

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Die Apfelpresse der Naturwacht konnte dank der Ernte aus Münchehofe bestückt werden. Von der Streuobstwiese kam nicht viel.

Quelle: Uwe Halling

Menz. Stille Reserven hat es für den diesjährigen Menzer Apfeltag gebraucht, um überhaupt Früchte zeigen zu können – das Fallobst war handverlesen. „Es gibt kaum Äpfel dieses Jahr“, sagte Naturparkleiter Mario Schrumpf und Obstbauern wie Susann Wähnert konnten das nur bestätigen. „Erst kam der Frost und dann war es zu kalt für die Bienen. So gab es keine Bestäubung der Blüten“, erklärte die Händlerin aus Hoppenrade die Ausfälle. Ein Besucher formulierte treffend: „Sonst verfüttern wir sie an die Schweine und dieses Jahr rennen wir drei Mal um den Baum, um einen Apfel zu finden“. Dass die Hand-Saftpresse überhaupt zum Einsatz kommen konnte, war einem robusten Apfelfeld der Versuchsstation in Münchehofe zu verdanken. Dort gab es immerhin was zu ernten. Und von dort holte Naturwachtmitarbeiter Thomas Hahn einige Kisten. Von der Menzer Streuobstwiese hat er dieses Jahr nur elf Eimer zu je 16 Kilogramm sammeln können – das hat für 149 Flaschen Saft gereicht. „80 Prozent weniger als sonst“, sagte der Ranger. Auch beim Apfelkuchenwettbewerb machte sich der Engpass bemerkbar – zehn Kuchen wurden eingereicht. Es waren schon mal doppelt so viele. Dafür sparten die Kuchenbäcker weder an Frucht noch an Geschmack, wie die Jury lobte. Den ersten Platz belegte diesmal Renate Schulz aus Menz, gefolgt von Ines Rönnefahrt aus Burow sowie den beiden Drittplatzierten Ines Hahn (Fürstenberg) und Angelika Zillmann (Menz). Naturparkmitarbeiterin Silke Oldorff reichte auf dem Friedensplatz neue Apfelstämme für Hobbygärtner aus. Das Genressourcenprojekt geht ins 14. Jahr. Fast 2000 Bäume alter Sorten sind inzwischen in der Region verteilt worden. Das lässt hoffen.

Von Cindy Lüderitz

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