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Verletztes Fohlen Diamond wieder zu Hause

Tierquälerei in Menz Verletztes Fohlen Diamond wieder zu Hause

Das bei einem Angriff verletzte Fohlen Diamond ist nach seiner Augenoperation in einer Tierklinik wohlbehalten nach Hause zurück gekehrt. Die Wunde soll nach Worten des Tierarztes gut verheilen. Die Spendenaktion für Diamond hat unterdessen einen neuen Höchststand erreicht: fast 3000 Euro waren bis Mittwoch zusammengekommen.

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Christin Körnicke und Diamond sind wieder glücklich vereint. Am Montag kehrte das Fohlen aus der Tierklinik zurück.

Quelle: Cindy Lüderitz

Menz. Nach zwei Wochen in der Tierklinik Neustrelitz und der turbulenten Rückfahrt im Hänger wollte Diamond am Montag nur noch zu seiner Familie. Das bald einjährige Fohlen spitzte die Ohren und wieherte, als es endlich wieder Menzer Boden unter den Hufen hatte. Auch Besitzerin Christin Körnicke liefen in dem Moment die Tränen. Diamond hat die Operation am Auge gut überstanden und ist wohlbehalten zurück.

Eine dicke Beule zeugt noch vom Schlag auf den Kopf und der tiefergehenden Verletzung, die ein bislang Unbekannter dem Tier vermutlich mit einer Eisenstange zugefügt hatte. So schwer, dass Diamond das linke Auge entfernt werden musste. Die Wunde ist halb geschlossen und wird, wenn es alles gut geht, von allein zuwachsen. Diamond werde mit dieser Seh-Behinderung gut leben können, weil er noch so jung sei und sich daran gewöhnen werde, habe der Tierarzt gesagt.

Diamond ist immer noch genauso verschmust wie vor der Attacke

Diamond ist immer noch genauso verschmust wie vor der Attacke.

Quelle: Cindy Lüderitz

Später beim Ausreiten werde Christin Körnicke für ihn diesen Blickbereich übernehmen und ihn führen müssen. „Scharfe Linkskurven können wir dann nicht so einfach nehmen“, sagt sie. Diamond sei etwas schreckhafter als vor der Attacke, habe das Drama aber sonst gut weggesteckt. „Er ist auch immer noch genauso verschmust wie vorher. Manchmal habe ich Sorge, weil er nicht weiß, dass Menschen auch böse sein können, und er auf alle immer so sorglos zugeht.“

Die Familie hat nach den Angriffen auf zwei ihrer Pferde die Sicherheitsvorkehrungen auf dem Hof erhöht. Bewegungsmelder und Kameras wurden installiert und auch bei den Nachtwachen werde es vorerst bleiben. „Wir versuchen die Tiere zu schützen, aber ob das reicht, wissen wir nicht. Die Angst, dass der Täter noch einmal zurückkommt, ist da“, sagt Christin Körnicke. Der Fall ist nicht aufgeklärt und so lange das so ist, hätte sie keine ruhige Minute. Diamond ist das erste Fohlen der Menzerin und von seinem Wesen her besonders. „Die Schwestern und Ärzte in der Tierklinik wollten ihn am liebsten behalten. Er ist ein Toller“, sagt sie.

Der Weg des Täters

Inzwischen hat die Familie auch den möglichen Weg des Täters rekonstruiert. Der müsse sich von hinten – auf dieser Seite liegt der Friedhof – an das Grundstück herangeschlichen haben, zwei Zaunplatten zerstört und über einen schmalen Pfad zwischen den Grundstücken hinter die Pferdeställe gelangt sein. Ob er wahllos oder zielgerichtet auf die Pferde losgegangen ist, ist ebenso unklar wie die Motivation des Täters. Sein erstes Opfer, ein Wallach, musste aufgrund seiner schweren Verletzungen eingeschläfert werden. Beide Fälle liegen zeitlich drei Wochen auseinander. Der erste Übergriff passierte in der Nacht zum 22. Oktober, der Angriff auf Diamond am 17. November.

Hohe Belohnung von Peta

Christin Körnicke ist überwältigt von der Hilfsbereitschaft, die sie seit Bekanntwerden der Vorfälle aus dem Dorf und darüber hinaus erreicht. Bei einer von ihrer Nachbarin Beate Vogl initiierten Spendenaktion sind bis Mittwoch fast 3000 Euro zusammengekommen. „Damit können wir die Tierarztrechnungen bezahlen“, sagt Christin Körnicke und möchte auf diesem Weg schon mal ein dickes Dankeschön loswerden. Auch die Tierrechtsorganisation Peta hat sich eingeschaltet und unterstützt die Fahndung nach dem Täter. Für Hinweise, die ihn überführen, setzte die Organisation eine Belohnung in Höhe von 1000 Euro aus.

Von Cindy Lüderitz

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