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Versteigerung von Fundsachen

Löwenberg Versteigerung von Fundsachen

Zum ersten Mal wurde in der Gemeinde Löwenberger Land der Versteigerungshammer herausgeholt. Fundstücke aus den vergangenen zehn Jahren häuften sich an und wurden – bevor sie entsorgt werden – potenziellen Käufern angeboten.

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Manfred Telm agierte als Auktionator.

Quelle: FOTOS: STEFAN BLUMBERG

Löwenberg. Es dauerte eine gute halbe Stunde – dann waren alle 43 Fundsachen unter dem Hammer. Entweder wurden sie an den Mann gebracht oder Mario Brandenburg beförderte sie elegant in die bereitgestellte Kiste. Damit sind sie auf Nimmerwiedersehen verschwunden. Auch wenn Auktionator Manfred Telm die Gegenstände am Mittwochabend wie ein Werbefachmann anpries („Diese Brille ist besonders modisch!“), er blieb auf so manchem Stück sitzen. Als Erste erbarmte sich Beate Schudlich aus Grüneberg. Sie schlug bei einer Damen-Armbanduhr zu. „Ich dachte, ich fange mal an, damit mehr Leute mitbieten“, sagte sie. Das Einstiegsgebot von fünf Euro ignorierte sie galant und warf „drei Euro“ in den Raum. Mir-nichts-dir-nichts war sie neue Besitzerin einer Uhr, die vor zehn Jahren im Fundbüro abgegeben worden war. „Eigentlich bin ich nur als Begleitung mit hergefahren. Jetzt muss ich mal sehen, ob die Uhr überhaupt geht.“ Manfred Telm merkte wohl, dass das Herunterhandeln auch eine Methode ist, um Fundsachen unters Volk zu bringen. Bei einem Nokia-Handy lautete sein Angebot zehn Euro. Seine erste Frage: „Könnte sich jemand weniger vorstellen?“ Schon war es weg.

Am meisten zugeschlagen hat Ullrich Krzywinski mit seiner Familie. Viermal gaben sie das Höchstgebot ab. Allein zwei Fahrräder dürfen sie seit Mittwoch ihr Eigen nennen. „Die muss ich jetzt erst einmal reparieren“, sagte er.

Taschenlampen, Solarlampen, Nachbildungen von Pistolen und einem Gewehr, ein höhenverstellbarer Krückstock oder eine neuwertige Brieftasche standen zum Ersteigern bereit; Fahrräder in allen Größen und in jedem Zustand (verrostet, mit Plattfuß oder verbogenen Felgen) standen ebenfalls zur Auswahl; auch eine ungewaschene Jacke. Ganz zu schweigen von der Telefonanlage. Trotz der Vielfalt sagte für Elfriede Kloss: „Ich bin zum ersten Mal auf so einer Veranstaltung und wollte mal gucken. Aber für mich ist nix dabei“, so die Grünebergerin. Sie schlug vor, insbesondere die nicht versteigerten Fahrräder den Flüchtlingsinitiativen zu überlassen.

Bevor die Fundstücker unter den Hammer kamen, musste der Finder informiert werden. Er hat das Vorrecht, den Gegenstand zu erwerben. „Einige haben das auch getan“, sagte Eliesa Iredi, Verwaltungsmitarbeiterin der Gemeinde Löwenberger Land, die am Mittwoch auch gleich an der Kasse saß und das Geld für die ersteigerten Gegenstände in Empfang nahm. Zudem gab es eine Frist, in der sich die wahren Eigentümer noch hätten melden können. Die lief aber am Dienstag ab, so dass am Mittwoch der Auktionshammer niedergehen konnte.

Insgesamt spielte die erste Versteigerung in der Gemeinde Löwenberger Land 63 Euro ein.

Von Stefan Blumberg

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