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Weihnachtsgeld für Bürgerbusfahrer

Gransee Weihnachtsgeld für Bürgerbusfahrer

Rund 1000 Stunden verbringen die Fahrer des Bürgerbusvereins Gransee jedes Jahr hinterm Lenkrad – ehrenamtlich. Dankbar dafür sind vor allem die älteren Bewohner der Dörfer, die von der Linie angefahren werden. Unter den Fahrgästen hat Waltraut Feibig aus Schulzendorf Geld gesammelt und den Erlös an die Fahrer weitergereicht.

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Waltraut Feibig überbrachte den Bürgerbusfahrern am Mittwoch eine Spende der Fahrgäste.

Quelle: Uwe Halling

Gransee. Rund 1550 Fahrscheine stellen die Bürgerbusfahrer aus Gransee jedes Jahr von Hand aus – das kostet an der Haltestelle vor allem Zeit. Mit einer Förderzusage der Staatskanzlei aus Lottomitteln will der Verein jetzt ein mobiles Ticketgerät anschaffen, wie Vorstandsmitglied Rüdiger Ungewiß am Mittwoch am Rande einer Dankeschönveranstaltung in der Amtsverwaltung sagte. Fahrgäste hatten wie schon in den beiden Vorjahren für die ehrenamtlichen Busfahrer Geld gesammelt und den Erlös in einem Umschlag übergeben. Dazu wurde an die Kaffeetafel geladen.

Rund 1000 Stunden verbringen die Bürgerbusfahrer jedes Jahr hinter dem Lenkrad. Seit 2005 wurden rund 45 000 Fahrgäste transportiert. Mit derzeit zwölf aktiven Fahrern hat der Verein sein Auskommen. „Die Situation ist dieses Jahr beruhigender als sonst“, sagt Ungewiß. Allerdings kündigt sich mit dem Weggang von zwei Kollegen wieder eine kleine Delle an. „Beide haben Arbeit gefunden, einer sogar als Busfahrer bei der OVG. Das ist gut für die Leute“, betont Ungewiß.

Für den Verein heißt das, er braucht im kommenden Jahr neue Mitstreiter, um den Fahrplan absichern und eine Überbelastung der Fahrer ausschließen zu können. „Wir haben am Beispiel Belzig gesehen, wohin es führen kann, wenn die Fahrer im Ehrenamt genauso viel arbeiten wie im Hauptberuf. Dieser Verein musste sich auflösen und noch mal komplett von vorne anfangen, weil ihm die Leute weggerannt sind“, sagt Ungewiß. Das soll in Gransee nicht passieren, weshalb neben ausgewogenen Schichten auch auf die Gemeinschaft Wert gelegt werde. „Wir treffen uns einmal im Monat am Fahrerstammtisch. Da kommen auch Leute, die nicht mehr fahren, aber dem Verein verbunden sind. Das gehört dazu“, so Ungewiß.

Der Bürgerbusverein hat in diesem Jahr sparsam gewirtschaftet und wird mit seinen Zuschüssen bis zum 31. Dezember hinkommen. In den Vorjahren habe es da schon mal einen Vorschuss gebraucht, um die Rechnungen zu begleichen. „Wir konnten bei den Reparaturen etwas sparen, haben aber auch ein bisschen mehr für den Diesel ausgegeben“, so der Kassenwart des Vereins. Für jeden gefahrenen Kilometer erhält der Verein von der Oberhaveler Verkehrsgesellschaft knapp 30 Cent. Hinzu kommt ein Zuschuss aus dem Amtshaushalt in Höhe von 1500 Euro. Davon würden die Personen-Beförderungsscheine bezahlt und etwas für die Vereinsarbeit ausgegeben. Rücklagen könne der Verein nicht bilden. „Wenn wir in einem Jahr weniger verbrauchen, erhalten wir im nächsten Jahr weniger Geld“, sagt Ungewiß.
Der Verein zählt derzeit 41 Mitglieder. Bei den Vorstandswahlen im November wurde Gerald Matschinsky als Vorsitzender bestätigt. Sein Stellvertreter ist Wilhelm Heise. Die mit Abstand meisten Fahrgäste kämen aus Schulzendorf – auch Waltraut Feibig, überzeugte Bürgerbusmitfahrerin und Initiatorin der Spendenaktion für die Ehrenamtlichen. Ganz selten steigen dagegen in Keller Passagiere in den Bus. „Das wechselt schon, weil in einigen Dörfern neue Bewohner hinzukommen und andere dafür wegziehen“, sagt Ungewiß.

Von Cindy Lüderitz

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