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Weniger Rennfahrten, mehr Radwege

Zehdenick Weniger Rennfahrten, mehr Radwege

Vier Wochen lang hatten Leser und Einwohner aus Zehdenick Gelegenheit, von ihren Sorgen und Problemen zu erzählen. Das haben einige getan. Als Schwerpunkte kristallisierten sich Themen wie Soziales und Infrastruktur heraus. Insbesondere die Bürger der Kernstadt sorgen sich wegen des Geschäftssterbens um das Zentrum.

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Zehdenick hat viel zu bieten, meinen die Leser. Aber gerade die Entwicklung in der Innenstadt gebe Anlass zur Sorge.

Quelle: Cindy Lüderitz

Zehdenick. Auch bei der zweiten Staffel „Zuhause in Zehdenick“ hat die MAZ-Redaktion einige Hinweise und Sorgen der Leser erreicht. Über vier Wochen haben wir die Zuschriften gesammelt und dabei Schwerpunkte im Bereich Soziales sowie Infrastruktur herausgelesen. Da unterscheiden sich die Probleme der Bewohner der Kernstadt nicht von denen der Einwohner in den Ortsteilen.

Ein Bewohner aus Zehdenick wünscht sich mehr Ruhe während der Nacht und an den Wochenenden. Laute Disco-Musik nach 22 Uhr und die „Rennfahrten“ auf dem Obi-Parkplatz mögen bitte ein Ende haben, schreibt er. Aus dem Norden der Stadt kommt auch eine weitere Bitte: „Dass es endlich vorangeht mit dem Supermarkt in der Grünstraße“. Der leerstehende Kaiser’s sei kein Aushängeschild für die Havelstadt. Zudem würden viele Bewohner des Wohnparks sowie der angrenzenden Straßen darauf warten, endlich wieder fußläufig einkaufen gehen zu können.

Das soziale Umfeld in der Havelstadt dürfe sich nicht verschlechtern, mahnt eine Leserin. „Weder für junge Familien noch für ältere Menschen oder die Bewohner der Dörfer.“ Ein Anliegen ist ihr der Erhalt von Kitas und Schulen. Gerade in diesem Bereich könnte Zehdenick aufstocken, meinte eine andere Leserin. Über das „Einschlafen“ der Innenstadt mit ihren Einkaufsmöglichkeiten sorgt sich ein Handwerker. Er wünscht sich eine positive Entwicklung für die Stadt, den Tourismus und die Wirtschaft. Es mehrten sich, und das war auf einigen Antwortkarten zu lesen, Hinweise, dass Zehdenicker Traditionsgeschäfte demnächst schließen und andere Einzelhändler mangels Nachfolger aussteigen.

Das Ehrenamt in der Stadt werde nach Ansicht eines Teilnehmers zu wenig gewürdigt. Zudem sorgt auch er sich um die Situation in der Innenstadt. Viel Lob gab es für die ehrenamtlichen Ortsvorsteher auf den Dörfern, die eine gute Arbeit machten. Auch dies könne stärker gewürdigt und anerkannt werden. Ein 82-jähriger Leser aus der Havelstadt merkte an, dass die ärztliche Versorgung besser sein könnte. Vor allem Fachärzte würden fehlen. In Sachen Infrastruktur empfiehlt der Leser eine kontinuierlichere Pflege der unbefestigten Wege, allen voran in Siedlung I. Dort müssten öfter die Löcher geschlossen werden.

Auch Bewohner der Ortsteile haben bei der Befragung auf Ärgerliches und Störendes aufmerksam gemacht. Einem Leser liegt besonders die Durchfahrtsstraße in Vogelsang am Herzen. Die sei in einem schlechten Zustand und müsse endlich saniert werden. Einen Radweg von Klein-Mutz über Bergsdorf nach Liebenberg wünscht sich ein anderer Einwohner der Region. „Viele Bürger wollen Radfahren, trauen sich aber nicht, weil es auf den Landstraßen sonst zu gefährlich ist.“ Zudem plädiert der Leser für eine öffentliche Sammelstelle für Gartenabfälle (Grünschnitt, Laub, Äste). Gehwege in seinem Ort wünscht sich ein unbekannter Absender. Für Kinder sei es zu gefährlich, auf der Straße zu laufen.

Aus Bergsdorf erreichte die Redaktion eine Zuschrift zum Thema Kiesgrube und Lkw-Verkehr. Beides beeinträchtige das ansonsten schöne Dorfleben. Bei beiden Themen fühlt sich die Leserin von Behörden und der Stadt Zehdenick „im Stich gelassen.“

Von Cindy Lüderitz

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