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Wie Hunde gut durch Silvester kommen

Tierschutz Wie Hunde gut durch Silvester kommen

Die Silvesternacht ist für viele Hunde eine Strapaze. Die Vorsitzende des Tierschutzvereins Oberhavel gibt Hinweise, wie man seine Vierbeiner sicher über die Zeit bringt und was man ihnen Gutes tun kann. Im Tierheim Tornow kommt von der Böllerei zum Glück nicht so viel an.

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Für Hunde ist Silvester eine Strapaze. Zum Glück liegt das Tierheim Tornow weit ab.

Quelle: Cindy Lüderitz

Tornow. Das Weihnachtsessen musste dann doch noch warten: einen Fundhund aus Nieder Neuendorf musste das Tierheim-Team an Heiligabend erstmal in Tornow unterbringen und versorgen, bevor auch für die Mitarbeiter der Auffangstation etwas Ruhe einkehrte. Der schwarze Border-Collie, der aufgegriffen worden ist, wirkte nicht vernachlässigt, weshalb gute Hoffnungen bestehen, dass er einfach ausgebüxt ist und seine Familie das noch gar nicht bemerkt hat.

Andreas Hasenpusch nimmt sich für jeden Vierbeiner auch Zeit

Andreas Hasenpusch nimmt sich für jeden Vierbeiner auch Zeit.

Quelle: Cindy Lüderitz

Andreas Hasenpusch hatte gemeinsam mit einer Kollegin Dienst am ersten Weihnachtsfeiertag und nahm sich Zeit für die Dauergäste und die Pensionshunde, die über die Feiertage in die Obhut des Tierschutzvereins gegeben worden sind. Eine Familie aus der Region nutzte die Ruhe, um mit einem Schützling des Heims vertrauter zu werden. Er soll bald ein neues Zuhause haben und wird langsam an die neuen Menschen seiner Umgebung gewöhnt. Vermittelt und abgegeben werden Tiere erst wieder nach Neujahr. Erstmal müssen sie die Tage bis dahin gut überstehen.

Silvester ist auch für die Tierheimmitarbeiter immer mit Überraschungen verbunden. „Man weiß nie, was passiert“, sagt Andreas Hasenpusch. Er wird erstmals Bereitschaft haben und richtet sich darauf ein, rauszufahren, wenn ein Fundtier gemeldet wird. Gerade in der Silvesternacht kommt es immer wieder vor, dass Hunde verschwinden und irritiert umherlaufen. Und das kreisweit. Im Tierheim selbst sei das weniger ein Problem. „Wir liegen zum Glück weit ab vom Schuss, so dass die Knallerei bei uns nicht ganz so ankommt“, sagt die Vereinsvorsitzende Ellen Schütze.

Rund 30 Hunde leben derzeit im Tierheim Tornow

Rund 30 Hunde leben derzeit im Tierheim Tornow.

Quelle: Cindy Lüderitz

Die Hunde würden sich in ihre Hütten zurück ziehen, die Katzen seien weniger betroffen. Und auch für die beiden Schafe Anton und Berta sei das weniger ein Problem. „Wenn man bedenkt, dass Hunde sieben Mal mehr hören als wir, kann man sich vorstellen, welchen Stress Silvesterraketen bei den Tieren auslöst“, sagt Ellen Schütze. Der Stress beginne für die Vierbeiner eigentlich schon in den Tagen davor, wenn die ersten Knaller ausgetestet werden. Die Vereinsvorsitzende empfiehlt deshalb, die Hunde schon an den Tagen vor Silvester nicht mehr von der Leine zu lassen und sie besonders gut zu sichern. Durch einen  Knaller,  der in der Nähe des Hundes losgeht, könne dieser in Panik geraten. Wer seinem Hund etwas Gutes tun möchte, der powert ihn vor der großen Nacht noch einmal richtig aus. „Dafür fährt man am besten an einen Ort, an dem nicht mehr oder weniger geknallt wird und lastet den Hund richtig aus, so dass er froh ist, wenn er Zuhause seine Ruhe hat“.

In den heiklen Stunden der Silvesternacht sollten Hunde möglichst nicht nach draußen – erst, wenn sich dort wieder alles beruhigt hat. „Keinesfalls sollte man seinen Hund mit zum Feuerwerk auf die Straße nehmen“, warnt Ellen Schütze. Auch wenn er sich in einen Bereich zurückziehen möchte, der ihm sonst vielleicht verboten ist, sollte man ihn gewähren lassen. Streicheln und Zuwendung beruhigen ihn. Wer zusätzlich für Ablenkung sorgen möchte, gönnt seinem Vierbeiner einen saftigen Kauknochen oder einen Kong, gefüllt mit Leberwurst oder anderen Leckereien. „Durch das Lecken und Kauen werden Glücks- und Beruhigungshormone freigesetzt“, erklärt Schütze. Geräusche von Fernseher oder Radio helfen zudem dabei, den Krach von draußen zu überdecken.

Für Hunde, die ängstlich sind, gibt es pflanzliche Mittel. Hunden, die bei dem Krach regelrecht panisch werden, können auch Medikamente über die lauteste Nacht des Jahres hinweg helfen. Hier sollte man sich mit seinem Tierarzt besprechen, rät Ellen Schütze. Zumindest eine Sache kann die Vorsitzende des Tierschutzvereins für das neue Jahr schon voraussagen: an Futter wird es erstmal nicht fehlen. Aus dem großen Spendenmarathon, der kurz vor den Weihnachtsfeiertagen zu Ende gegangen ist, erwartet das Tierheim in den ersten Wochen eine riesige Lieferung.

Von Cindy Lüderitz

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