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Gransee Wie aus dem Nichts ein Büro mit Stern wurde
Lokales Oberhavel Gransee Wie aus dem Nichts ein Büro mit Stern wurde
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19:39 17.03.2016
Bärbel Weise und Sabine Stahlbaum haben den Tourismus in Zehdenick salonfähig gemacht. Quelle: Cindy Lüderitz
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Zehdenick

Kein Campingplatz, keine Marina, kein Radfernweg – als in Zehdenick die Weichen für die Tourismusbranche gestellt wurden, gab es nichts. Nicht mal einen Stadtplan. Mit der Neuausrichtung des Fremdenverkehrsvereins geht diese Ära des Aufbaus zu Ende. Nach 25 Jahren haben Bärbel Weise und Sabine Stahlbaum Abschied genommen. Die beiden Frauen bauten das Tourismusbüro nach der Wende aus dem Nichts auf – und hätten beide nicht für die Sache gekämpft, wäre die Vision des damaligen Bürgermeisters Dietrich Egetemeyer, aus der einstigen Industriestadt ein Urlaubsziel zu machen, wohl gescheitert. Weise und Stahlbaum arbeiteten ohne Lohn, als die Arbeitsförderung auslief, und sie stellten sich jedes Jahr den Haushaltsberatungen des damaligen Amtsausschusses, in dem nicht wenige Vertreter saßen, die ihre Tourismusarbeit für teurer und überflüssig hielten.

Der Fremdenverkehrsverein hat sich mit den Vorstandswahlen und der Neubesetzung des Tourismusbüros in diesem Jahr neu aufgestellt. Nach ebenfalls 25 Jahren in der ersten Reihe war der langjährige Vorsitzende Gerhard Wöge verabschiedet worden. Nachfolger ist Waldemar Schulz, Betreiber der Klienitz-Wasserfreizeit. Bärbel Weise und Sabine Stahlbaum haben die Vorarbeit von 25 Jahren an Elisabeth Kluge und Andreas Ilse übergeben. Dazu gehört die mit dem roten Punkt der Branche zertifizierte Touristinformation und auch ein beachtliches Repertoire an Büchern und Broschüren. Vieles von dem, was heute beworben wird, basiert auf den Ideen der beiden Frauen, die schon Anfang der 90er Jahre Pauschalangebote ins Programm nahmen und auch Angeltouren und Wanderrouten ausarbeiteten. „Als wir angefangen haben, sind wir mit meinem Trabi wirklich die gesamte Region abgefahren“, erinnert sich Bärbel Weise. Sabine Stahlbaum sagt, sie hätte vorher nicht gedacht, „dass es hier so schön ist“. Beide haben versucht, Zehdenick und die Umgebung mit dem Blick eines Gastes zu betrachten. Die ersten Touristen sollten nicht lange auf sich warten. Ein Jahr nach der Gründung agierte das Tourismusbüro vom Holzhaus in der Schleusenstraße aus. Ein Tresen wurde ihnen in die nackten Räume am Havelschlösschen gestellt. Briefpapier, Stifte und Telefon mussten sie selbst mitbringen. Letztlich habe es acht Jahre gedauert, bis die Arbeit des Tourismusbüros anerkannt und dann auch finanziell durch einen Rahmenvertrag mit der Stadt untersetzt wurde. Dass sie bis dahin durchgehalten haben, sei auch der Unterstützung von Bürgern und Verwaltungsmitarbeitern wie Bianca Karbe zu verdanken gewesen, sagen Weise und Stahlbaum. Neben der Zimmervermittlung, Ferienhausvermietung und Messeauftritten, der Beratung von Besuchern und der Organisation von Bus- oder Dampferfahrten kümmerten sich beide auch um Straßenfeste, das Hafenfest und das seinerzeit sehr erfolgreiche Dockfest. Im Ruhestand, sagt Bärbel Weise (65), sei sie noch nicht ganz angekommen. Für sie war die Arbeit immer mehr als nur ein Tagwerk. Für ihre vielen Verdienste um den Tourismus in der Havelstadt war sie Anfang des Jahres beim Bürgerempfang der Stadt geehrt worden.

Von Cindy Lüderitz

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