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Windräder im Wald abgelehnt

Demo in Kremmen Windräder im Wald abgelehnt

Die Mitglieder des Landschaftsfördervereins Oberes Rhinluch bleiben am Ball. Sie wehren sich nach wie vor dagegen, dass in „ihre“ Wälder Windräder gesetzt werden und dafür Bäume in Größenordnungen geopfert werden müssen.

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Die Gegner der Windräder machen mobil.

Quelle: HELMUT SCHNEIDER

Kremmen. „Keine Windräder in unserem Wald!“ Mit dieser Losung rief der Landschaftsförderverein Oberes Rhinluch am Sonnabend zu einer Demonstration auf dem Kremmener Marktplatz auf. Er war nicht mit leeren Händen gekommen. 787 Unterschriften von besorgten Bürgern – auf Postkarten gebannt – umrahmten den Versammlungsplatz vor dem Rathaus. Aus der Rede des Vereinsvorsitzenden Sebastian Partzsch ging klar hervor, dass der Verein, der seit 1992 besteht, strikt gegen die Errichtung von 25 Windrädern im Raum Sommerfeld/Beetz/Hohenbruch/Neuendorf und im Wald am Autobahndreieck Havelland bei Staffelde ist. Dieses Terrain wurde von der „Regionalen Planungsgemeinschaft Prignitz-Oberhavel“ ausgewiesen und als Windeignungsgebiet in Waldgebieten vorgeschlagen. Betroffen wäre eine Fläche von 460 ha der Rüthnicker Heide und 140 ha Wald bei Staffelde. Nach Ansicht des Fördervereins und seinen Unterstützern aus den Umweltschutzverbänden wie Nabu, Grüne Liga, aber auch mehrheitlich der Kremmener Stadtväter ein Unding.

Es handelt sich um hochwertigen Mischwald, zum Teil um Landschaftsschutzgebiete mit einem hohen Anteil an schützenswerten Vögeln und Tieren wie dem Seeadler, Fischadler, Wanderfalken, Rotmilan, Kolkraben, Fledermäuse und viele andere mehr. Betroffen wären im Herbst auch die Kranichschlafplätze.

„Deshalb sagen wir: keine fußballgroßen Schneisen im Wald, auf denen Windräder errichtet werden, keine Vertreibung oder gar Tötung vieler nach Bundesnaturschutzgesetz geschützter Tierarten, keine Störung des Kranichflugs“, forderte Sebastian Partzsch. Er appellierte auch an die Forstverwaltung, diese der Erholung und dem Tourismus dienenden Waldflächen nicht mehr als „Wirtschaftswald“ anzuzeigen.

Symbolisch übergab er die gesammelten Unterschriften an Bürgermeister Klaus-Jürgen Sasse, der in seiner Rede keinen Hehl aus seiner Sympathie für diese Aktion machte. „Ich wohne in Beetz und möchte dort keine Windräder im Wald sehen“, so seine Meinung.

Auch die Fördervereinsmitglieder Detlef Hase und Professor Hartmut Ern mahnten, dass ihrer Überzeugung nach die von der Politik übertrieben geförderte Windkraftenergiegewinnung die Menschheit in eine Sackgasse führen würde.

Von Helmut Schneider

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