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Gransee Auch eine Kunst: aus wenig viel machen
Lokales Oberhavel Gransee Auch eine Kunst: aus wenig viel machen
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00:32 10.01.2016
Kulturbotschafter: Zehdenicks Galerist Jörg Zieprig. Quelle: Enrico Kugler
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Zehdenick

Klostergalerist Jörg Zieprig wäre gerne mit mehr finanzieller Sicherheit in das neue Jahr gestartet. Aber der Fördermittelantrag des Kulturvereins für ausgewählte Veranstaltungen im Rahmen der 800-Jahrfeier in Zehdenick wurde von der Zentrale für politische Bildung abgelehnt. „Das ist schade. Aber wir wollen trotzdem einiges mit und für die Stadt machen und müssen sehen, wie wir die Einnahmen dafür erwirtschaften“, sagt Zieprig ohne Aufregung. Nach 15 Jahren im Betrieb hat er auch Erfahrungen mit Rückschlägen gesammelt und beherrscht die Kunst, aus wenig viel zu machen.

In Absprache mit der Stadt wird sich die Kulturstätte unter anderem mit einer Kunst- sowie einer Filmreihe an den Feierlichkeiten der Havelstadt beteiligen. Auch Gesprächspartner für die geplanten Prominenten-Talks mit gebürtigen Zehdenickern hat Jörg Zieprig vorgeschlagen. Ein erster Höhepunkt wird im Februar die Ausstellung des Künstlers Volkmar Förster. Vier Wochen lang streifte der Maler und Bühnenbildner durch die Tonstichlandschaft, um künstlerisch Perspektiven festzuhalten und den Wandel des ehemaligen Ziegeleireviers zu dokumentieren. Historisch und zugleich brandaktuell ist das Thema des 1948 in Zehdenick gedrehten Films „Die Brücke“. Der Defa-Streifen dokumentiert die schwierige Annäherung zwischen Einheimischen und Umsiedlern, die in einer vom Krieg verschont gebliebenen Stadt zunächst feindselig empfangen werden. Rund 400 Komparsen aus der Havelstadt wirkten in dem Regiedebüt von Arthur Pohl mit. In der Jubiläums-Filmreihe soll auch die Märkische Trilogie über das Ziegeleirevier von Volker Koepp sowie das jüngste Filmwerk über die Stadt, Deutschboden, gezeigt werden. Wer darüber hinaus Ideen für weiteres Filmmaterial mit Zehdenick-Bezug hat, kann sich gerne an die Klosterscheune wenden.

Die Stadt Zehdenick unterstützt den Kulturbetrieb im Kloster auch in diesem Jahr mit einem Festbetrag von 46 000 Euro. Auf Antrag des Vereins Kulturlandschaft Nord wurde darüber hinaus eine Einmalzahlung vereinbart. „Wir sind dankbar für den Zuschuss der Stadt, müssen aber letztlich auch dem Umstand Rechnung tragen, dass alles um uns herum teurer wird“, sagt Zieprig.

Mit deutlich mehr als 13 000 Besuchern war die Klosterscheune im Jahr ihres 15-jährigen Bestehens wieder besser besucht, so der Galerist. Ein wahrer Besuchermagnet sei die Ausstellung von Wieland Förster gewesen – die einzige in Brandenburg. 2500 Interessierte lockte allein diese Schau. Was die Zehdenicker darüber hinaus mögen, sei oft schwer vorherzusehen. Mal ist es ein Tangoabend, der gut besucht ist, mal eine Lesung. Zieprig möchte aber unabhängig von Kassenschlagern die Bandbreite kulturellen Schaffens in der Klosterscheune abbilden. Personelle Unterstützung könnte er dabei gut gebrauchen. Bereits im Februar endet das Engagement der Ein-Euro-Kraft, die ihn zwölf Monate lang unterstützte. Ein neuer Bewerber für die von der Beschäftigungsgesellschaft Aqua koordinierte Stellenausschreibung ist bislang nicht in Sicht. „Eine gewisser Draht zur Kunst sollte sicher vorhanden sein“, sagt Zieprig.

Von Cindy Lüderitz

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