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Der Optiker mit dem schwarzen Gürtel

Kampfkunstschule in Zehdenick Der Optiker mit dem schwarzen Gürtel

Gemeinsam mit Trainingspartner Mario Kempf hat der Zehdenicker Optiker Jochen Kühne die Kampfkunstschule Bachi-Ki-Do übernommen. Beide sind Träger eines schwarzen Gürtels. 2016 wollen beide an Zehdenicker Schulen für die spezielle Form des Kung Fu werben und neue Schüler gewinnen.

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Ein richtiger Schulleiter

Schwarzgurte: Mario Kempf (v.l.), Jochen Kühne, Mario Wollschläger.

Zehdenick. Im Beruf hält es Jochen Kühne mit dem feinen Handwerk des Augenoptikers – nach Feierabend mit der intensiven und manchmal auch filigranen Gangart der Kampfkunst. Seit einigen Jahren trainiert der 46-Jährige eine Form des Kung Fu und trägt inzwischen einen schwarzen Gürtel mit zwei Streifen. Der zweite Doan entspricht dem Stand eines Lehrers. Gemeinsam mit Trainingspartner Mario Kempf (3. Doan) übernahm Jochen Kühne zum Jahreswechsel die 2003 von Mario Wollschläger gegründete Bachi-Ki-Do-Schule in Zehdenick. In einer traditionellen Zeremonie wurde beiden das Schwert des Meisters überreicht.

Jochen Kühne kam über seine Kinder, die sich beide für das Training interessierten, zur der asiatischen Bewegungslehre. „Sport habe ich immer gerne gemacht und auch einen Ausgleich zum Beruf gesucht. Nur die Zeit fehlte oft“, sagt Kühne. Dass die Schule drei Häuser weiter in derselben Straße – Dammhaststraße – einzog, war praktisch. „So konnte ich den Laden abschließen und zum Training einfach rüber gehen.“

Kühne und Kempf wollen die Schule in der Tradition weiterführen, in der sie Wollschläger mehr als zehn Jahre leitete. Der mehrfache Europa- und Weltmeister muss aus beruflichen Gründen etwas kürzer treten – hinzu kommt die Anfahrt, die Wollschläger, der im Nachbarkreis Barnim lebt und in Berlin arbeitet, lange auf sich genommen hat. Kempf und Kühne, sagt der Großmeister bei der Übergabe, habe er ausgebildet – und auch deshalb größtes Vertrauen in seine beiden Schüler.

Jochen Kühne betont, Bachi-Ki-Do sei für ihn nicht einfach nur ein Sport, sondern auch zu einer Lebenseinstellung geworden. „Ich bin deshalb kein Buddhist, aber vieles aus dem Training ist zu einer inneren Überzeugung geworden.“ Grundsätze wie Respekt, Ordnung, Rücksichtnahme und anderes mehr würden beim Bachi-Ki-Do gelehrt.

Die beiden Lehrer wollen das Angebot in diesem Jahr in den beiden Zehdenicker Grundschulen sowie an der Exin-Oberschule vorstellen und auf diese Weise neue Schüler dazugewinnen. „Wir waren damit schon im Sportunterricht und haben den Kindern gezeigt, was und wie wir es vermitteln“, sagt Kühne. Das Training bietet Gelegenheit zum Auspowern, verlange aber auch Disziplin und Durchhaltevermögen. Bachi-Ki-Do ist eine Lehre der waffenlosen Verteidigung. Für eine eigenständige Arbeitsgemeinschaft an den Schulen fehlt den Trainern die Zeit. Dafür gibt es zweimal in der Woche – immer dienstags und donnerstags (18 Uhr) – ein Training für Kinder und später auch für Erwachsene.

Von Cindy Lüderitz

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