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Gransee Diskussion mit Integrations-Expertin
Lokales Oberhavel Gransee Diskussion mit Integrations-Expertin
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17:53 17.03.2019
Gäste von der Willkommensinitiative Gransee beim Zeitzeugengespräch mit Honey Deihimi in der Begegnungsstätte Stechlin. Quelle: Uwe Halling
Neuglobsow

 Migration und Integration als Chance für unsere Zukunft – mit diesem Thema in der Reihe Zeitzeugengespräche lockte der Verein Begegnungsstätte Stechlin am verregneten Sonnabendnachmittag an die 40 Gäste nach Neuglobsow. Honey Deihimi war der Einladung gern gefolgt. Bei der von Ruth Curio moderierten Veranstaltung beantwortete sie etliche Fragen.

Honey Deihimi war am Sonnabend zu Gast in Neuglobsow. Quelle: Uwe Halling

Ihr eigener Lebensweg hat der 44-Jährigen reichlich Erfahrungen auf dem Gebiet beschert. Die gebürtige Wienerin mit iranischen Wurzeln lebt seit 1993 in Deutschland. Seit knapp acht Jahren leitet die Christdemokratin und frühere niedersächsische Integrationsbeauftragte im Bundeskanzleramt das Referat Gesellschaftliche Integration bei der Bundesintegrationsbeauftragten.

Unter die Zuhörer hatten sich auch Vertreter der vor etwa fünf Jahren gegründeten Willkommensinitiativen aus Gransee und Fürstenberg/Havel gesellt. Sie berichteten über ihre unterschiedlichen Erfahrungen bei ihrer ehrenamtlichen Arbeit mit und für die Geflüchteten. Während die Ehrenamtler in Fürstenberg von Rassismus, Neiddebatten und Ängsten berichteten, ist man in Gransee offenbar weiter. „2015 gab es viel mehr Ängste als jetzt“, sagte Ines Richter. Von Anfang an habe die Stadt die Willkommensinitiative unterstützt.

Das Zeitzeugengespräch mit Honey Deihimi (l.) moderierte Ruth Curio. Quelle: Uwe Halling

Die Sorge um den Kontrollverlust des Staates, vor anderen Religionen, vor Wohlstandsverlust und die Neigung, zuerst das Außergewöhnliche wahrzunehmen, seien menschlich, erklärte Honey Deihimi. Sie plädierte dafür, die Zuwanderung allgemein – also auch aus EU-Ländern – als Chance einer älter werdenden, schrumpfenden Gesellschaft wahrzunehmen. „Wir reden zu wenig darüber, wie man die Zukunft gestalten kann“, sagte sie und ermuntert deshalb die Bewohner von kleineren Orten dazu.

„Jeder sucht seine Chance“

„Egal, warum Menschen in dieses Land kommen – jeder sucht seine Chance“, so Honey Deihimi. Integration bedeutet für sie zuallererst, die Sprache zu lernen, Arbeit zu finden und am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben. Dass es an etlichen Stellen „Luft nach oben“ gibt, wurde während des Gesprächs deutlich. Sei es bei der Koordinierung von ehrenamtlicher Arbeit, bei der Zusammenarbeit von Behörden oder in der Politik.

„Interessant und spannend“, schätzte Vereinsvorsitzender Wolfgang Schmolke die Gesprächsrunde ein. Er freute sich über die Einladung nach Berlin ins Bundeskanzleramt, mit der sich Honey Deihimi revanchierte.

Von Martina Burghardt

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