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Zimk mit Perspektive

Zehdenick Zimk mit Perspektive

Die Zukunft der Innovativen Metall- und Kunststoff GmbH könnte im Bereich alternativer Antriebe liegen. Schon jetzt machen die am Standort produzierten Komponenten für Elektro- und Hybridfahrzeuge einen gewichtigen Teil des Umsatzes aus.

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Die Standortleiter Stephan Marter (r.) und Andreas Kaltenbach (2.v.r.) führten gestern SPD-Kandidat Benjamin Grimm(l.) und Parteikollegen durch den Betrieb.

Quelle: Uwe Halling

Zehdenick. Es habe etwas gedauert, den Zehdenicker Kollegen die Angst vor schlechten Zahlen zu nehmen: viele der langjährigen Zimk-Mitarbeiter reagierten darauf automatisch mit der Sorge um den Arbeitsplatz, vor Kurzarbeit oder Lohnverzicht. Die schwierigen Jahre am Standort des früheren VEB Mikroelektronik haben geprägt. Mit der Verdichtung innerhalb des in Nürnberg ansässigen Diehl-Konzerns, zu dem der Betrieb seit sieben Jahren gehört, soll die Kommunikation transparenter werden und verlässlicher, sagte der Standortleiter für den technischen Bereich, Stephan Marter, am Donnerstag bei einem Rundgang mit SPD-Politikern der Stadt und dem Bundestagskandidaten Benjamin Grimm.

Derzeit sind 276 Mitarbeiter im Betrieb für Innovative Metall- und Kunststofftechnik beschäftigt, darunter zehn Auszubildende. Fünf Prozent der Beschäftigten sind Leiharbeiter, welche die Produktionsspitzen und Fehlzeiten abzudecken helfen. Etwa 95 Prozent der Aufträge kommen aus der Autoindustrie. Bei Zimk entstehen Flachkontakte, Baugruppen, Stanzgitter für Bremsassistenten oder die Getriebesteuerung und Sensorgehäuse für die elektronische Gasregelung. Während die Zimk vor allem für größere Zulieferer wie Bosch arbeitet, hat sie es bei BMW direkt an das Band geschafft. Das bedeute für den Betrieb viel Verantwortung und enorm präzises Arbeiten. Neben der Spritz- und Stanztechnik haben sich die Zehdenicker im Bereich alternativer Antriebe profiliert, insbesondere mit Bauteilen für Lithium-Ionen-Batterien. „Da haben wir einen Vorsprung anderen gegenüber, den wir gerne behalten möchten“, betonte Stephan Marter. Er räumt dem Zehdenicker Standort grundsätzlich gute Perspektiven ein, auch wenn niemand voraussagen könne, wie die Situation in zehn Jahren sei. Fachkräftemangel verzeichnet das Unternehmen nicht direkt. Allerdings seien mehr als 50 Prozent der Belegschaft älter als 50 Jahre.

Der Ausbildung komme deshalb eine besondere Bedeutung zu – im kaufmännischen Bereich sei dies wesentlich leichter als auf technischem Gebiet. Um die jungen Kollegen besser zu schulen, plant die Zimk eine Zusammenarbeit mit dem TÜV, der in der Firma an zwei, drei Tagen in der Woche handwerkliches Knowhow vermitteln soll. Entwickler und Ingenieure seien generell schwer nach Zehdenick zu bekommen. „Viele Spezialisten sind in Berlin. Und die möchten nicht hier rauskommen, wenn, dann nur zwei, drei Tage in der Woche“, so die Erfahrungen von Andreas Kaltenbach, Standortleiter für den kaufmännischen Bereich. Selbst Dienstwagen seien da mitunter kein überzeugendes Argument – „weil die meisten am liebsten Bahn fahren.“ Gearbeitet wird bei Zimk im Drei-Schichtsystem von Sonntagabend bis Samstagmorgen.

Von Cindy Lüderitz

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