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Oberhavel Granseer mit Gemeinsinn
Lokales Oberhavel Granseer mit Gemeinsinn
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18:34 21.06.2015
Der Granseer Angelverein kümmert sich um den Nachwuchs Quelle: Uwe Halling
Gransee

Manche Gesichter, sagte Moderator Wolfgang Schwericke, sieht man jedes Wochenende. Es sind die Gesichter der Menschen, die Freizeit anders definieren, die sich kümmern und machen und manchmal auch auf mehreren Hochzeiten gleichzeitig tanzen. Gransee hat viele solche Gesichter, wie das Vereinsfest am Sonnabend in der Dreifelderhalle bewies. 25 Vereine, Arbeitsgemeinschaften und Selbsthilfegruppen gestalteten dort einen lebendigen Mitmach-Parcours.

Der Bürgerbus drehte mit Fahrgästen seine Runden, der Feuerwehr-Oldtimer-Verein war mit seiner Flotte vorgefahren, Chöre und Singegruppe wechselten sich auf der Bühne ab, die Ziergeflügel- und Exotenzüchter stellten einige ihrer Schmuckfedern zur Schau.

„Der Reichtum einer Kommune macht sich nicht am Haushalt fest“, sagte Gransees Bürgermeister Mario Gruschinske (SPD). „Das Fest bestätigt mich in dem Eindruck, dass wir in Gransee und Gemeinden eine sehr lebendige Vereinslandschaft haben“, betonte er.

Die Idee zum Fest beschäftigt die Granseer schon seit einigen Jahren. Mit der Wohlfühl-Initiative und ihrer großen Bürgerbeteiligung wurden die Pläne dazu konkreter. „Die Vereine haben diese Bühne einfach mal verdient“, so Gruschinske. Er wertete die Premiere als Erfolg, auch wenn längst nicht alle Vereine präsent war. „Es ist alles ehrenamtlich und immer eine Frage der Zeit und der Ressourcen“, zeigte er Verständnis dafür, das nicht die gesamte Bandbreite abgebildet werden konnte. Das aber gelänge womöglich bei einer Neuauflage des Festes. „Wir müssen sehen, ob es sinnvoll ist, das jährlich zu machen oder vielleicht auch noch größer“. Gruschinske könnte sich auch ein Vereinsfest für die gesamte Regio-Nord vorstellen, mit Vereinen aus Zehdenick und Fürstenberg.

„Ich wusste nicht, dass es so viele Vereine gibt. Es ist ein schönes Miteinander“, sagte die Leiterin des Jugend-Rot-Kreuz, Bianca Jucha. Mindestens 40 Stunden im Monat ist die 38-Jährige für das DRK im Einsatz, kümmert sich um die Freizeitgestaltung von Kindern und Jugendlichen. „Ich bin da reingewachsen“, erklärte sie. Für die Vereinsleidenschaft sei entscheidend, was in den Familien vorgelebt werde. Sie selbst habe sich schon mit 14 für „ihren“ Verein entschieden. „Ich bin einmal mit meinem Papa mitgegangen und geblieben“, sagte sie. Der schönste Lohn für die ehrenamtliche Arbeit sei die Würdigung und Anerkennung durch die Kinder und deren Eltern. „Es kommt viel zurück“, so Jucha.

Eher aus pragmatischen Gründen hoben die Rönnebecker vor einigen Jahren ihren Heimatverein aus der Taufe. Sie hofften auf Fördermittel für den Umbau einer Gemeindescheune. Das Geld blieb aus, das Haus wurde trotzdem „gebaut“. Viele Bewohner halfen dabei. Der Verein existiert bis heute. 14 Mitglieder kümmern sich seither um die Belange der Dorfgemeinschaft. Für das Vereinsfest in Gransee gaben die Bewohner ihren Botschaftern selbst gebackenes Brot, Wurst und Marmelade aus eigener Herstellung mit. Hannelore Simon war beeindruckt von der Vielzahl der Mitwirkenden. „Die meisten Gesichter kennt man irgendwie. Aber jetzt kann man viele auch zuordnen und ich weiß jetzt auch, wo ich zum Sport gehen kann“, so die 72-Jährige. Die oft verpönte „Vereinsmeierei“ spiele im Heimatverein keine Rolle. „Wir nehmen das bei uns sehr locker“, sagte Simon.

Von Cindy Lüderitz

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