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Größtes Bauvorhaben der Stadt Oranienburg

Richtfest für die Comenius-Grundschule Größtes Bauvorhaben der Stadt Oranienburg

Mit gut 17 Millionen Euro ist es das größte Investitionsvorhaben der Stadt in den zurückliegenden 25 Jahren. Am Montag wurde Richtfest für den Neubau der Oranienburger Comenius-Grundschule gefeiert, die von vornherein als inklusive Schule geplant ist. Das heißt, dass in diesem Haus Schüler ohne und mit Handicap gemeinsam lernen können.

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Die Schüler lauschten dem Richtspruch von Polier Enrico Hein.

Quelle: Enrico Kugler

Oranienburg. Die Richtkrone schwebt seit Montagnachmittag über dem Neubau der Comenius-Grundschule in Oranienburg. „Dies ist die größte Investition der Stadt in den letzten 25 Jahren“, erklärte Bürgermeister Hans-Joachim Laesicke beim Richtfest. 17,34 Millionen Euro soll der Bau kosten. Oranienburg beschreite hier Neuland, sowohl was die Größe des Vorhabens betrifft, als auch bei der inhaltlichen Ausgestaltung, sagt der Bürgermeister.

Denn die neue Comeniusschule ist von vornherein als inklusive Schule geplant. Das heißt, in diesem Haus sollen Schüler ohne und mit Handicap gemeinsam lernen können. Die Klassenräume lassen sich beispielsweise mit Hilfe einer gläsernen Wand teilen, um Extraunterricht geben zu können. „Ein völlig neues Miteinander für die Schüler und für die Lehrer“, sagt Laesicke.

Im Februar 2014 war der Grundstein für das zweiflüglige Schulhaus einschließlich Hort nebst Sporthalle und Aula gelegt worden. Der dreistöckige Westflügel ist bereits im Rohbau fertig, am Nordflügel wird das zweite Obergeschoss gerade aufgemauert. Die Mehrzahl der Baufirmen kommt aus der Region Brandenburg und Berlin. Aus Oranienburg, Wandlitz, Germendorf, Falkensee, Prenzlau und Eisenhüttenstadt, zählte Laesicke nur einige Orte auf. Zum Schuljahresbeginn 2016 soll alles bezugsfertig sein.

Bei den Schülern ist die Vorfreude groß. In ihrem Programm spannten sie den Bogen von Lakomys Geschichtenliedern über Mozarts Zauberflöte bis zu Beethoven und der Ode an die Freude. „Die Schüler haben gezeigt, wie bunt und vielfältig das Leben hier sein wird“, sagt Schulleiterin Christina Kowal. In den vergangenen Monaten haben die Mädchen und Jungen genau den Baufortschritt verfolgt. Das dabei entstandene Bautagebuch übergab Chrsitina Kowal an Polier Enrico Hein.

Platz für 540 Schüler

Die neue Comeniusschule an der Jenaer Straße soll das alte Gebäude im Schlosspark ersetzen.

Ab 2016 können hier 540 Schüler lernen, der Hort verfügt über 250 Plätze.

Eine Zweifeldturnhalle mit Aula entsteht neben der Schule.

Architekt Robert Specht erinnerte daran, dass sich vor gut einem Jahr an der Jenaer Straße noch eine große Brachfläche erstreckte. Der erste Entwurf für die neue Comeniusschule habe den Kostenrahmen gesprengt, also musste man Verzicht üben. Das Gebäude sei jetzt die reine Schule der architektonischen Präzision. Trotz der strengen Haushaltsvorgaben mit großen Räumen, ganz klaren Strukturen und Fachkabinetten, die sich am Nachmittag auch für den Hort nutzen lassen. „Wir hatten selten eine so engagierte und leidenschaftliche Bauherrin wie es die Stadt Oranienburg ist“, betonte der Chef des Berliner Architekturbüros Specht Kalleja.

Den traditionellen Richtspruch in gereimter Form trug Polier Enrico Hein von der Firma Berger Bau vor. Nur neun Monate nach Baubeginn das Richtfest zu feiern, zeuge von einem guten Zusammenwirken aller am Bau Beteiligten.

Von Ulrich Bergt

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