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Großbrand auf dem Stahlwerksgelände

Hennigsdorf Großbrand auf dem Stahlwerksgelände

Eine Lagerhalle stand am Freitagabend auf dem Gelände des Hennigsdorfer Elektrostahlwerkes lichterloh in Flammen. Es kam zu zahlreichen Detonationen, weil Reifen von Fahrzeugen und Farbbehälter platzten. Rund 100 Feuerwehrleute kamen zum Einsatz, die Löscharbeiten dauerten bis in die Nacht an. Die Brandursache ist trotz erster Ermittlungen weiter unklar.

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Großbrand auf dem Stahlwerksgelände in Hennigsdorf

Quelle: Julian Stähle

Hennigsdorf. Zu einem Großbrand wurden die Feuerwehren aus Hennigsdorf und Umgebung am Freitagabend um 18.25 Uhr auf das Gelände des Hennigsdorfer Elektrostahlwerkes (HES) gerufen, bestätigt Polizeisprecher Alexander Däumel auf Nachfrage. Auf der an eine externe Firma vermieteten Werksfläche stand aus zunächst unbekannter Ursache eine rund 500 Quadratmeter große Lagerhalle in Flammen, in der sich vier bis fünf Fahrzeuge, mehrere Maschinen, Heizöl- und Dieseltanks sowie hunderte Farbbehälter befanden.

Ein Einsatzfahrzeug erreicht das Werksgelände

Ein Einsatzfahrzeug erreicht das Werksgelände.

Quelle: Julian Stähle

Beim Eintreffen der ersten Feuerwehrkräfte stand die rund 12 mal 40 Meter große Halle bereits in Vollbrand. Neben der Werksfeuerwehr wurden rund 100 Feuerwehrkräfte aus umliegenden Orten zur Brandbekämpfung an den Einsatzort gerufen. Durch die Hitzeentwicklung kam es zu zahlreichen Detonationen, weil die Reifen der Fahrzeuge und Farbbehälter platzten. „Das klang wie Maschinengewehrfeuer“, schildert ein Augen- und Ohrenzeuge die Situation vor Ort. Menschen seien jedoch nicht zu Schaden gekommen, sagte Däumel. Zu einem Einsturz der Hallen sei es nicht gekommen, da es sich um eine Metallkonstruktion handele. Auch umliegende Gebäude seien nicht in Gefahr gewesen.

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Großeinsatz für die Feuerwehr am Freitag in Hennigsdorf (Oberhavel). Dort ist am Abend eine Lagerhalle in Brand geraten. In der Halle sind Farben gelagert worden. Es ist durch das Feuer zu Explosionen gekommen.

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Den Sachschaden bezifferte der Dienstgruppenleiter der Polizeidirektion Nord nach neuesten Schätzungen auf „rund 1,5 Million Euro“. Die Kriminalpolizei, die Schutzpolizei und der Kriminaldauerdienst kämen zum Einsatz, um die Brandursache zu klären. Die Polizei fahndete mit Streifenwagen in der näheren Umgebung nach möglichen Brandstiftern, sagte der Polizeisprecher, allerdings „routinemäßig“. Konkrete Hinweise auf Brandstiftung gebe es bislang nicht.

Da die Angrifftrupps der Feuerwehr wegen der Hitzeentwicklung nicht in die Halle konnten, löschten die Einsatzkräfte die Flammen unter anderem mit Hilfe von Drehleitern aus der Höhe. Das Gros der Löscharbeiten konnten gegen 22.30 Uhr abgeschlossen werden. Gegen Mitternacht konnten die Einsatzkräfte dann abrücken, sagte Polizeisprecher Mario Henke am Morgen danach. Um 0.20 Uhr sei der Brand dann noch einmal im Dachgeschoss aufgeflammt. Zehn Minuten später hätten die Brandbekämpfer ihre Arbeit endgültig erledigt.

Die Brandermittler der Polizei nahmen am Sonnabendvormittag ihre Arbeit auf. Aussagen zur Brandursache könnten aber noch nicht getroffen, so Mario Henke, nachdem die Ermittler am Sonnabendnachmittag ihre Arbeit vorerst beendet hatten. Der Brandort sei dafür zu groß. Spezialisten des Landeskriminalamtes würden deshalb am Montag weitere Untersuchungen vornehmen, sagte der Dienstgruppenleiter.

Von Helge Treichel

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