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Oberhavel Große Pläne für die Zukunft
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19:43 05.07.2017
Der Biotech-Standort in Hennigsdorf soll erweitert werden, vor allem für kleine und mittlere Unternehmen. Stadtwerke-Chef Thomas Bethke erläuterte auch den Neubau des Stadtbades (kleines Foto). Quelle: Fotos: Roeske, Paetzel
Hennigsdorf

Der Ort war passend gewählt. Rund 40 Unternehmer aus der ganzen Stadt waren am Dienstagabend in die große Halle auf dem Gelände des Gewerbehofs-Nord gekommen, um sich ein Bild von den bedeutendsten Investitionen der Zukunft zu machen. Experten von Stadtwerken, Cobios-Stiftung und Stadtverwaltung hielten Referate, bei denen sie den Firmenvertretern die Vorhaben vorstellten. Von der „Wärmedrehscheibe“, bei der etwa Stahlwerks-Abwärme zum Heizen genutzt werden soll, über den Bau des Stadtbades bis zum Ausbau von Postplatz, Marwitzer Straße oder dem Konradsberg zum Zentrum für alle Bürger. „Sachgerechte Information aus erster Hand ist ein guter Faktor für erfolgreiches Wirtschaften“, sagte Hennigsdorfs Bürgermeister Andreas Schulz.

Eines der größten Projekte ist die Erweiterung des Biotech-Standortes. Hier haben sich in den vergangenen 20 Jahren gut 50 Firmen mit 750 Arbeitsplätzen im Bereich der Medizin, Medizintechnik, Biotechnologie und Pharmazie angesiedelt. Gerade für kleine und mittlere Unternehmen soll mehr Platz geschaffen werden. Ein Baustein ist der Kauf und die Sanierung des Winto-Gebäudes – etwa 8000 Quadratmeter – in der Neuendorfstraße 18. Rund elf Millionen Euro soll das Projekt kosten, Fördermittel werden angestrebt. Das Gebäude habe lange keine Sanierung erfahren. Die obere Etage solle für die Biotechnologie ertüchtigt werden, erklärte Sonja Brodbeck, Chefin des Cobios-Technologiezentrums. „Wir werden vernünftige Mieteinheiten anbieten können sowie neue Internet- und Telekommunikationsanlagen.“ Es werde aufwendig sein, auch weil noch Firmen in dem Gebäude ansässig seien. Mieterhöhungen seien indes ausgeschlossen. Ziel sei es, neben kleinen und mittleren Unternehmen auch Neu- und Ausgründungen ein Angebot zu machen.

Zudem solle an der Fläche an der Horst-Müller-Straße nahe des Blauen Wunders der Cobios-Campus entstehen. Sonja Brodbeck verspricht sich 9000 Quadratmeter weitere vermietbare Flächen für kleine und mittlere Unternehmen verschiedener Entwicklungsphasen inklusive einem Servicezentrum für Logistik. „Das ist ein interessantes zusätzliches Angebot für weitere Ansiedlungen“, so Brodbeck. Rund 26 Millionen Euro soll das Projekt kosten, es beteiligen sich Land, Kreis und Stadt.

In den kommenden Jahren soll auch das Gründerinnenzentrum „Kreativ-Werk“ im Alten Gymnasium entstehen. Die Sanierung des denkmalgeschützten Gebäudes soll 14 Millionen Euro kosten, mehr als zehn Millionen werden aus EU-Mitteln kommen. Grafikbüros, Filmproduktionen, Kunsthandwerkerinnen – Frauen vieler Branchen sollen sich hier niederlassen, die Miete solle weniger als zehn Euro pro Quadratmeter betragen. „Interessant ist das für alles, was nicht gefördert werden kann, weil es zu klein, zu schräg oder zu wenig in festen Strukturen ist“, skizzierte Brodbeck. Der Bedarf werde wachsen, weil prekäre Arbeitsverhältnisse zunehmen und die Arbeitswelt sich auflöse. „Es ist für Leute, die jetzt in Unis sind, in fünf Jahren rausgehen und nicht wissen, ob sie dann in ein normales Beschäftigungsverhältnis kommen.“

Von Marco Paetzel

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