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Grünanlagen sollen erst 2017 saniert werden

Groß-Ziethen Grünanlagen sollen erst 2017 saniert werden

Die Bewohner von Groß-Ziethen sind sauer. An der Alten Dorfstraße an der Landesstraße 17 ist zwar der Gehweg gebaut worden, die Grünanlagen sollen nun aber erst 2017 saniert werden. Bert Lehmann, der ehemalige Kremmener Bauamtsleiter, findet dafür klare Worte.

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Nach Regenfällen bilden sich am Straßenrand in Groß-Ziethen tiefe Pfützen.

Quelle: privat

Groß-Ziethen. Die Groß-Ziethener haben entlang der Alten Dorfstraße zwar nun einen Gehweg. Die Nebenanlagen sehen allerdings immer noch erbärmlich aus. Die Bewohner des Dorfes sind sauer. Die Löcher sind immer noch da, die Bereiche abseits der Fahrbahn sind zerfahren, nach Regenfällen stehen die Pfützen zentimeterhoch.

„Das ist unbefriedigend“, sagt Ortsvorsteherin Astrid Braun (parteilos), und man merkt ihr an, dass sie sich diplomatisch ausdrücken will. Denn in diesem Jahr soll im Dorf an den verschlammten Nebenanlagen auch nichts mehr passieren, so heißt es aus der Verwaltung in Kremmen.

„Wir wollen diese Grünanlagen in den Haushalt 2017 reinbekommen“, sagt Bürgermeister Klaus-Jürgen Sasse (SPD). Die vorgesehenen Gelder seien für die Planung und die verschiedenen Umplanungen beim Gehwegbau draufgegangen. Eine genaue Schlussabrechnung liege aber noch nicht vor, so Sasse weiter. Wie der Bürgermeister sagte, habe es sich bei den angekündigten Verschönerungsarbeiten um ein Versprechen des damaligen Bauamtsleiters Bert Lehmann gehandelt.

Brüchig und löchrig

Brüchig und löchrig: die Nebenanlagen an der L17 in Groß-Ziethen.

Quelle: privat

Der findet zu diesem Thema unterdessen klare Worte. Es habe sich um ein Zugeständnis an die Bürger gehandelt, sagte Bert Lehmann am Mittwoch in einem Gespräch mit der MAZ. Dieses sei gemeinsam mit Klaus-Jürgen Sasse verabredet und abgestimmt worden. Es habe sich neben den Haushaltsmitteln um etwa 88 000 Euro Fördermittel vom Landesbetrieb Straßenwesen gehandelt, die dazu geeignet gewesen waren, den Gehweg zu bauen. Weitere Gelder sollten dann zusätzlich in die Seitenbereiche gesteckt werden.

Dass dieses Versprechen nun nicht mehr in diesem Jahr umgesetzt werden soll, wundert Lehmann. „Vielleicht ist das ein wenig vom Schirm geraten“, sagte er. Vielleicht sei das auch dem personellem Bruch im Bauamt geschuldet. Dies sei unterbesetzt.

Für die Groß-Ziethener hat er einen Rat. „Die Zeit ist ja günstig, zwei Monate vor der Bürgermeisterwahl“, sagte Bert Lehmann. „Die Groß-Ziethener sollten den Bürgermeister dazu verpflichten, umzusetzen, was er vor einem Jahr zusammen mit mir versprochen hat.“ Sasse solle nicht so tun, so Lehmann weiter, als wenn er das alles nicht mehr wüsste. Der ehemalige Leiter des Kremmener Bauamtes hat einen klaren Standpunkt. „Wenn ich so ein Wort gebe und das mit dem Bürgermeister so abstimme, dann gehe ich davon aus, dass man das auch so umsetzt und nicht die Bürger veralbert.“

Klaus-Jürgen Sasse will sich dem Problem und den Groß-Ziethener Bürgern aber stellen. Am kommenden Dienstag, 20. September, tagt im Gemeinderaum in der Alten Dorfstraße 15 ab 19 Uhr der Ortsbeirat. Der Bürgermeister hat angekündigt, dort hinzukommen. „Das sieht ja dort wirklich katastrophal aus“, gibt auch er zu.

Auch Ortsvorsteherin Astrid Braun hofft dann auf Antworten. „Es gibt viele Nachfragen von Bürgern im Dorf“, sagt sie. „Sie finden, dass uns die Verwaltung am langen Arm verhungern lässt.“

Von Robert Tiesler

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