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Grüner Grund wird vorerst nicht bebaut

Ludwigsaue Grüner Grund wird vorerst nicht bebaut

Seit einiger Zeit wies am Ortsrand von Ludwigsaue ein Schild auf ein neues Baugebiet hin. Im Baufeld „Grüner Grund“ sollten 31 Einfamilienhäuser entstehen, dazu der Hinweis „Baubeginn!“. Doch für einen Baustart fehlt es an allen möglichen Voraussetzungen, bis mindestens 2019 tut sich dort gar nichts.

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Ein Schild wies auf das Baugebiet in Ludwigsaue hin.

Quelle: Robert Tiesler

Ludwigsaue. Ein großes Bauschild am Rande des Beetzer Ortsteils Ludwigsaue sorgte für Unruhe unter den Bewohnern. Dort sollte auf der Wiese ein Wohngebiet namens „Grüner Grund“ mit 31 Einfamilienhäusern entstehen. Reiner Leifert von der Ludwigsauer Firma Leifert-Hausvertrieb hatte entsprechende Pläne schon bestätigt, allerdings wollte er erst Näheres erläutern, wenn er im Kremmener Bauausschuss seine Pläne vorstellen konnte. Ob es dazu kommen wird, ist unklar. Denn obwohl auf dem großen Banner vom „Baubeginn!“ die Rede ist, wird es diesen vorerst nicht geben – keineswegs vor 2019.

„Das geht nur mit einem Bebauungsplan“, stellt Kremmens Bürgermeister Sebastian Busse (CDU) klar. Den gibt es nicht. Auch sieht der Landesentwicklungsplan derzeit vor 2019 ein solches Vorhaben gar nicht vor. Der mögliche Bauherr habe sich zwar in der Verwaltung vorgestellt, man habe ihm aber deutlich gemacht, dass er diese Pläne in Ludwigsaue momentan nicht umsetzen könne.

Ob es dann 2019 möglich ist, ist aber auch alles andere als klar. „Die Infrastruktur ist in anderen Ortsteilen deutlich besser“, sagt Sebastian Busse. „Ich sehe das Potenzial eher an anderen Stellen“, so der Bürgermeister weiter.

„Ich bin gespaltener Meinung“, sagte Peter Winkler am Mittwoch. Der Beetzer Ortsvorsteher ist auch für Ludwigsaue zuständig. „Da fehlen einfach viele Voraussetzungen.“ Für ein solches Wohngebiet sei es sicherlich das Ziel, vor allem junge Leute zu holen. Da müsse man aber schauen, wie die entsprechenden Kapazitäten an der Schule und in der Kita seien. Auch fehle eine gute Verkehrsanbindung, Versorgungsleitungen und Lichtanlagen. Es seien schon viele Spekulationen zu diesem Wohngebiet im Umlauf gewesen, erzählt Peter Winkler. Die Ludwigsauer seien besorgt gewesen, dass es mit der Ruhe in diesem Dorf vorbei sei. Es habe geheißen, dass die Hälfte der Grundstücke schon verkauft sei. „Aber das war alles ein bisschen vorschnell“, so der Ortsvorsteher.

Warum aber auf dem Schild schon Versprechungen gemacht wurden, bleibt unklar.

Von Robert Tiesler

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