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Grundschüler spenden für Montenegro

Beetz Grundschüler spenden für Montenegro

„Kinder helfen Kindern“ heißt eine Aktion des Entwicklungshilfe-Vereins Adra in Deutschland. Daran beteiligt haben sich auch Grundschüler aus Beetz. Sie packten insgesamt 79 Pakete für benachteiligte Kinder aus Montenegro. Die Idee dazu hatte Christian Maier aus Hohenbruch.

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Die Päckchen aus Beetz wurden Montagmorgen ins Auto verladen.

Quelle: privat

Beetz. Die Kinder der Beetzer Grundschule haben Pakete gepackt – sehr viele Pakete sogar. Bis Montagfrüh kamen 79 Weihnachtspäckchen zusammen. Darin liegen Geschenke für Kinder aus Montenegro. Der Hohenbrucher Christian Maier hat sie am Montag abgeholt.

Maier, dessen Sohn in die 3. Klasse der Grundschule Beetz geht, hatte auch die Idee, an dieser Aktion teilzunehmen. Sie heißt „Kindern helfen Kindern“ und wird bundesweit vom Entwicklungshilfe-Verein Adra und von der Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten durchgeführt.

„Das ist eine Aktion für Kinder in Osteuropa“, sagt Christian Maier. „Jedes Bundesland in Deutschland packt Pakete für ein anderes Land. In Brandenburg ist das Montenegro.“ Das Land liegt im Südosten von Europa und gehörte fast 90 Jahre lang zu Jugoslawien.

Direkt nach den Herbstferien begann die Geschenkeaktion in Beetz. „Ich habe Kontakt mit Schulleiterin Ute Weber aufgenommen und nachgefragt, ob Interesse besteht, bei der Aktion mitzumachen“, erzählt Christian Maier. Das Interesse bestand. Die Schüler bekamen in den vergangenen Wochen die leeren Pakete, die sie dann füllen konnten.

Am Montag war Aktionsschluss

Am Montag war Aktionsschluss.

Quelle: privat

Spielsachen konnten ins Paket, Basteleien, Dinge, die warm halten, wie Mützen, Schals oder Handschuhe. Dazu Schreibwaren oder auch haltbare Nahrung wie Kekse, Schokolade oder Müsli. Natürlich auch Kuscheltiere. „Eine Preisobergrenze gab es nicht“, sagt Christian Maier. Zur Begleichung der Transportkosten sind von den Kindern und Eltern zusätzlich 220 Euro gespendet wurden.

Schon vorher konnten sich die Beetzer Schüler informieren, wie die Situation für die Jüngsten in Montenegro ist. Die Lehrer hatten entsprechendes Material zur Verfügung. Gerade für Kinder ist die Armut in dem südosteuropäischen Land ein großes Problem. Aber nicht nur das – in Montenegro gibt es noch eine rechtmäßige Prügelstrafe. Viele Kinder werden missbraucht oder ausgebeutet.

Am Montagmorgen holte Christian Maier die 79 Päckchen aus dem Kremmener Ortsteil Beetz ab. Mit dem Auto und einem Anhänger fuhr er sie zunächst nach Oranienburg zur dortigen Gemeinde der Siebenten-Tags-Adventisten an der Melanchtonstraße. Von dort aus werden die Pakete zur zentralen Packstelle nach Berlin gebracht. „Da werden sie noch einmal genau kontrolliert, für den Zoll an den Grenzen müssen sie akkurat sein“, sagt der Hohenbrucher. Von Berlin aus werden die Päckchen dann mit vielen Lkw in die jeweiligen Länder gebracht – die Beetzer Geschenke nach Montenegro.

Christian Maier freut sich über die riesige Resonanz, die die Hilfsaktion in Beetz bekommen hat. „Die dortige Grundschule ist ja recht klein, und ich hätte wirklich nicht gedacht, dass dort so viel zusammenkommt“, sagte er am Montagnachmittag, nachdem er die Päckchen nach Oranienburg gebracht hatte.

Von Robert Tiesler

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