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Oberhavel Grundschule gegen Schutzstreifen
Lokales Oberhavel Grundschule gegen Schutzstreifen
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19:25 20.07.2016
Die Straße ist marode. Quelle: Foto: Paetzel
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Hennigsdorf

Die Schulkonferenz der Grundschule Nord wehrt sich gegen den geplanten Ausbau der maroden Rigaer Straße. Im Abschnitt Höhe Alte Fontanestraße bis zur Kreuzung Marwitzer Straße/ Rigaer Straße soll die Fahrbahn auf einer Breite von fünf Metern saniert werden, auf beiden Seiten wird es einen Schutzstreifen für Radler von je 1,50 Metern geben (MAZ berichtete). Dieser Schutzstreifen ist der Knackpunkt: Kinder, die älter als zehn Jahre sind, dürfen nicht mehr auf dem Gehweg fahren und müssten den Streifen wie alle anderen Radler nutzen. Mit täglich 17 000 Fahrzeugen zähle die Marwitzer Straße zu den meistbefahrenen in Hennigsdorf. Autos müssten wegen der Enge und geplanten Verkehrsinseln zudem ständig auf den Schutzstreifen ausweichen, Radfahrer hätten wegen der Bäume und parkender Autos aber nicht die Möglichkeit, nach rechts auszuweichen. Das sei ein hohes Risiko für Schüler und alle anderen Radler. „Unfälle sind vorprogrammiert“, heißt es in einer Erklärung der Schulkonferenz der Grundschule Nord. Man habe sich deshalb entschieden, mit einer Unterschriftenaktion gegen die Abschaffung des Radweges zu protestieren und die gesammelten Unterschriften Stadtverwaltung und Stadtverordneten zu übergeben.

Auch mehrere Stadtverordnete hatten die geplanten Schutzstreifen wegen der fehlenden Ausweichmöglichkeiten für Radler schon kritisiert. Horst Brandenburg (Bürgerbündnis) hatte im Zweifel sogar eine Fällung von Bäumen zugunsten der Sicherheit von Radfahrern gefordert: „Die Straße ist eine Verkehrsanlage und kein Wald“, hatte er im April im Bauausschuss gesagt.

Die Hennigsdorfer Grüne Jugend unterstützt die Unterschriftenaktion, auch sie fordert den Erhalt des Radweges. Wenn Kinder auf dem Schutzstreifen fahren müssten, sei ihre Sicherheit nicht gegeben. Die Grüne Jugend ruft Hennigsdorfer dazu auf, sich an der Unterschriftenliste zu beteiligen und fordert von der Bündnisgrünen Stadtfraktion, auf eine Änderung der bestehenden Planungen zu Gunsten des Erhalts des bestehenden Radweges hinzuwirken.

Die Marwitzer Straße ist seit Jahren in einem elenden Zustand. Der Asphalt ist marode, auf den Kreuzungen gibt es viele Unfälle. Die Sanierung im kommenden Jahr ist Bestandteil des Förderprogramms für Ortsdurchfahrten, damit ist sie vom Land gesichert. Die Stadt trägt ein Viertel der Kosten.

Von Marco Paetzel

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