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Grundstein für Jugendarbeit gelegt

Birkenwerder Grundstein für Jugendarbeit gelegt

Die Gemeinde Birkenwerder investiert 2,3 Millionen Euro in einen Jugendklubanbau, in dem auch Hortkinder betreut werden sollen. Am Freitag wurde feierlich der Grundstein für das Projekt gelegt. Der Weg war allerdings steinig, lang und alles andere als geradlinig, machte Gemeindevertreter Werner Lindenberg deutlich.

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Die mit Panzerband versiegelte Kupfer-Kartusche wird gemeinschaftlich einbetoniert.

Quelle: Robert Roeske

Birkenwerder. „Das wird ein richtig toller Fleck, ein tolles Objekt für die Kinder und Jugendlichen.“ Davon zeigte sich Bürgermeister Stephan Zimniok (B.i.F.) am Freitag bei der Grundsteinlegung für den Anbau des Jugendfreizeithauses C.O.R.N. überzeugt – für ihn eine Premiere.

Bereits 2011 habe die Gemeindevertretung den Beschluss gefasst, das Objekt für die Jugendarbeit zu optimieren, zwei Jahre später folgte eine Machbarkeitsstudie und 2014 der Baubeschluss. 2,3 Millionen Euro investiere die Gemeinde, aber nicht nur in den Jugendklub, sondern auch in den Hort. 45 Kinder der vierten Klassenstufe sollen in drei eigens dafür geschaffenen Räumen betreut werden. Das bringe eine große räumliche Entlastung für den Hort, der dann allerdings drei Standorte habe. Zudem seien die nicht mehr nutzbaren Kellerräume des Altbaus „an die Oberfläche geholt“ worden, sagte Zimniok. Das Richtfest erwarte er Ende Oktober, die Eröffnung in einem Jahr.

Werner Lindenberg stellt die Vorgeschichte des Bauvorhabens vor

Werner Lindenberg stellt die Vorgeschichte des Bauvorhabens vor.

Quelle: Robert Roeske

Die wechselvolle Geschichte der Jugendklub-Immobilie umriss Gemeindevertreter Werner Lindenberg (Bürger für Birkenwerder) anhand von Zeitungsschlagzeilen. Der Grund und Boden des weitläufigen Geländes sei seit 1990 das „Objekt der Begierde von Spekulanten“ gewesen, sagte er. „Das haben wir erfolgreich verhindert.“ Beispielsweise sollte dort in den 1990er-Jahren ein Hotel gebaut werden. In dieser Zeit sei wenig repariert und rekonstruiert worden. Erst mit dem ehemaligen Hauptamtsleiter Ronald Pienkny, jetzt Staatssekretär im Justizministerium, habe sich die Stimmung geändert und sei mit ersten Rekonstruktionsarbeiten begonnen worden. Zum Beispiel wurde ein Aufzug gebaut, der auch künftig genutzt wird. Die Gemeinde könne stolz darauf sein, das Grundstück für die Jugend erhalten zu haben.

Dass er auch auf eine generationsübergreifende Nutzung hofft, sagte Klubleiter Jürgen Baer. Er dankte allen Beteiligten für das Ergebnis. „Ich weiß, wir werden einfach toll zusammenarbeiten – und ich freue mich darauf“, sagte ihrerseits Hortleiterin Sylvia Weiß.

Bürgermeister Stephan Zimniok befüllt die Zeitkapsel

Bürgermeister Stephan Zimniok befüllt die Zeitkapsel.

Quelle: Robert Roeske

Neben Bauplänen, Tageszeitungen und Münzen wurden Wünsche, Geschichten, Verse und sogar Musik von den Klubnutzern in die Zeitkapsel gelegt. „Ich hoffe, das findet irgendwann jemand, aber nicht in den nächsten 150 Jahren“, sagte der Bürgermeister, als die Kartusche einbetoniert wurde.

Klubleiter Jürgen Baer und seine Schützlinge nutzen derzeit ein Ausweichobjekt in der Industriestraße 21a

Klubleiter Jürgen Baer und seine Schützlinge nutzen derzeit ein Ausweichobjekt in der Industriestraße 21a.

Quelle: Robert Roeske

Das Projekt

Der zweigeschossige Anbau an den vorhandenen Jugendklub an der Hauptstraße 112 und die Sanierung des Altbaus kosten voraussichtlich 2,3 Millionen Euro.

Der Anbau beherbergt künftig drei Horträume, einen Raum für die „Lücke-Kinder“ (5. und 6. Klasse), zwei Funktionsräume (Bandprobe, Computer), sie neue Küche sowie Sanitärbereiche.

In den sanierten Altbau zieht oben die Altersgruppe 15 plus ein. Die bisherige Küche wird zum Sanitärbereich.

Von Helge Treichel

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