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Oberhavel Grundstein im Rohbau gelegt
Lokales Oberhavel Grundstein im Rohbau gelegt
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17:01 09.03.2018
Die Nutzer der Wache: Wolfram Albrecht, Frank Müller, Einsatzleiterin Juliane Lieger und Bereichsleiter Reiko Meißner.
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Kremmen

Die guten Nachrichten gab es gestern bei der Grundsteinlegung der neuen Kremmener Rettungswache in der Gerhard-Henninger-Straße gleich zu Beginn: Maja Dorfmeister, Projektleiterin im Landkreis für den Fachdienst Bau, verkündete, dass man derzeit zwei bis drei Wochen vor dem Zeitplan liege. Auch mit den Baukosten sei man gut dabei. „Wir liegen innerhalb der Kostenschätzung.“

Und wirklich entpuppte sich die Grundsteinlegung fast schon als „Endsteinlegung“, scherzte Dorfmeister. Erst Ende September war der erste Spatenstich erfolgt. Das passiere selten, dass man zu so einem Termin schon im nahezu fertigen Rohbau stünde, bestätigte auch Landrat Ludger Weskamp (SPD). „Hier gibt es ein klares Gefüge, man braucht sich nichts mehr vorzustellen und könnte sich das Richtfest eigentlich sparen“, witzelte er mit Blick auf die aufragenden Wände der elf Meter langen, zukünftigen Fahrzeughalle. Doch habe er sich belehren lassen, dass ein Bau ohne Grundsteinlegung und Richtfest nicht von Dauer sei, keinen Bestand habe. „Man darf nichts auslassen.“ Sprachs und versenkte die traditionelle Kartusche mit Tageszeitungen, Bauplänen und Münzen in einem extra aufgestellten Grundstein. Später, verriet Dorfmeister, werde die Zeitkapsel dann in einer Wand vermauert.

Denn die Rohbauarbeiten, die von der Firma O & F- Bau aus Rathenow ausgeführt wurden, sind nahezu abgeschlossen. Als nächstes stehen der Stahlbau und das gedämmte Blechdach für die Halle der Wache und die Filigrandecke aus Stahlbeton für den Sozialbau auf dem Programm. So könne man den Bau im Winter beheizen, damit die anderen Gewerke weiterarbeiten können. Maja Dorfmeister rechnet mit einer Rohbau-Fertigstellung bis Ende November, so dass sie hofft schon im Februar Richtfest feiern zu können. Im Sommer soll die Rettungswache, auf der zukünftig vier Mitarbeiter im 24-Stunden-Dienst stationiert sein werden, ihren Betrieb aufnehmen.

Dann sollen hinter den zwei 3,5 Meter hohen Toren ein Rettungswagen der nächsten Generation mit großzügigem Kofferaufbau und ein Reservefahrzeug Platz finden. Im Sozialtrakt entstehen zwei Ruheräume mit je zwei Betten, eine Küche, ein Aufenthaltsraum, der zugleich als Schulungs- und Fitnessraum genutzt werden kann, sowie Umkleiden und Sanitärräume. Entschieden werden müsse nur noch die Farbgestaltung, berichtete Projektplanerin Dorfmeister.

950 000 Euro investiert der Landkreis in die Rettungswache und kommt damit nach der Schließung der alten Wache in Sommerfeld den Anforderungen des 2016 erstellten Rettungsdienstbereichsplans nach. „Wir haben hier gute Arbeitsbedingungen geschaffen“, so Weskamp.

Von Ulrike Gawande

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