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Gruselige Zustände auf Anwesen in Eichstädt

Tierquälerei Gruselige Zustände auf Anwesen in Eichstädt

Ein Fall schwerer Tierquälerei beschäftigt die Polizei und das Veterinäramt. Am Sonntagmittag fanden Beamte auf einem Wochengrundstück zwischen Karlsruh und Eichstädt Kaninchen, Enten, Puten und Hühner, die in viel zu kleinen Gehegen und ohne Wasser und Fressen gehalten wurden. Die Tiere wurden inzwischen dort weggeholt.

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Polizei und Veterinäramt wurden am Sonntag nach Eichstädt gerufen. Von dort wurde ein Fall schwerer Tierquälerei gemeldet.

Quelle: Thomas Wachs

Eichstädt. Ein unglaublicher Fall von Tierquälerei ist, wie es am Montag aus der Direktion Nord hieß, der Polizei am Sonntag gemeldet worden. Gegen 13.15 Uhr rief eine Zeugin an und teilte mit, das auf einem Wochenendgrundstück zwischen Karlsruh und Eichstädt Tiere unter unzumutbaren Bedingungen gehalten werden.

Bild des Grauens

Als wenig später Polizeibeamte das Anwesen betraten, fanden sie dort Tiere vor, die unter katastrophalen Bedingungen gehalten wurden. Gezählt wurden 53 Hühner, vier Puten, sechs Gänse und zehn Kaninchen. Die selbstgebauten Gehege, so hieß es, seien viel zu klein und die Kaninchenbuchten viel zu dunkel. Zudem seien die Tiere völlig unterversorgte gewesen, hätten vermutlich über einen längeren Zeitraum weder Wasser noch Fressen bekommen. Auf dem Grundstück wurden die Kadaver von drei Hühnern sowie Überreste weiterer Tiere gefunden. Die Polizei verständigte daraufhin den Bereitschaftsdienst des Veterinäramtes, der sich umgehend zum Ort des Geschehens begab und nach einer ersten Begutachtung der Situation einen Tierarzt hinzu holte.

Tiere inzwischen umgesiedelt

Eine Gans, der nicht mehr geholfen werden konnte, wurde sofort getötet. Das Tier wurde im Zuge einer Bitte des Veterinäramtes um Amtshilfe, durch einen Schuss aus der Dienstwaffe eines Polizisten von ihren Leiden erlöst. Unter der Regie des Veterinäramtes sind alle noch lebenden Hühner, Puten, Gänse und Kaninchen inzwischen in ein Tierheim gebracht worden. Dort werden sie medizinisch betreut sowie mit ausreichend Wasser und Futter versorgt. Eines der verendeten Tiere, das auf dem Grundstück gefunden wurde, wird pathologisch untersucht, um verbindliche Aussagen zur Todesursache treffen zu können.

Wie die Polizei auf Nachfrage der MAZ sagte, sei ein sofortiges Handeln unter Einschaltung des Bereitschaftsdienstes des Veterinäramtes am Sonntag zwingend erforderlich gewesen. Inzwischen werde jetzt wegen Tierquälerei ermittelt. Im Fokus soll dabei ein 66-jährigen Mann aus Oberhavel stehen, dem offensichtlich das Grundstück und die Tiere gehören, der aber am Sonntag nicht vor Ort war.

Von Bert Wittke

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