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Günther (SPD) siegt und wird Stadtoberhaupt

Bürgermeisterwahl in Hennigsdorf Günther (SPD) siegt und wird Stadtoberhaupt

Thomas Günther (SPD) wird neuer Bürgermeister von Hennigsdorf. „Ich bin froh und glücklich. Die Leute haben mir beim Wahlkampf aber auch zu verstehen gegeben, dass es nicht schlechter werden soll als mit Andreas Schulz“, so Günther. Mit 60,83 Prozent setzt sich der Hennigsdorfer gegen Dietmar Buchberger (AfD) und Ursel Degner (Die Linke) durch.

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Wachablösung: Thomas Günther (l./SPD) übernimmt den Posten des Hennigsdorfer Verwaltungschefs von Andreas Schulz (SPD).

Quelle: Paetzel

Hennigsdorf. Um kurz nach 21 Uhr flackerte am Sonntag das Endergebnis über den Beamer: Thomas Günther wird neuer Bürgermeister von Hennigsdorf. Seine Genossen nahmen ihn bei der Wahlparty im Bürgerhaus Alte Feuerwache in die Arme. Nach dem Wahldebakel der SPD auf Bundesebene und dem Scheitern von Bundestagskandidat Benjamin Grimm hatte wenigstens Günther den Sieg geholt. „Ich bin froh und glücklich. Die Leute haben mir beim Wahlkampf aber auch zu verstehen gegeben, dass es nicht schlechter werden soll als mit Andreas Schulz“, so Günther. Und er wolle es sogar ein Stückchen besser machen als sein Vorgänger und das vorgeschossene Vertrauen der Wähler zurückzahlen.

Leicht wird das nicht. Laut Thomas Günther steht die Stadt in den nächsten Jahren vor großen Herausforderungen: Mehr als 50 Millionen Euro würden in den kommenden Jahren in Projekte wie das neue Stadtbad, das Gründerinnenzentrum im Alten Gymnasium oder den Ausbau des Konradsbergs zum Zentrum für alle Bürger investiert. Wichtig sei ihm auch bezahlbarer Wohnraum für alle Einkommensschichten – derzeit herrscht in Hennigsdorf nahezu Vollvermietung, die großen Wohnungsunternehmen Hennigsdorfer Wohnungsgenossenschaft (WGH) und Hennigdorfer Wohnungsbaugesellschaft (HBW) haben kaum noch Appartements frei. Zum Stadtbad, das für mehr als 21 Millionen Euro auf dem Gelände des Alten Gymnasiums entstehen soll, indessen bekennt sich Thomas Günther klar. „Auch wenn man noch nicht sagen kann, ob es vielleicht 25 oder 27 Millionen Euro kosten wird.“ Günther gehe es auch darum, dass Hennigsdorf sich als Stadt im Wandel begreift – und somit die traditionellen Industriezweige mit Stahlwerk und Bombardier pflegt, aber auch kleinere Unternehmen anderer Branchen fördert. Wichtig ist dem Sozialdemokraten außerdem, dass es für Hennigsdorfer Kinder gute Kita- und Schulplätze in der Stadt gibt. Außerdem will Thoams Günther die Stadt weiter attraktiv für Zuzügler machen.

Auch sein Vorgänger Andreas Schulz, 27 Jahre Bürgermeister, gratulierte seinem Parteifreund. Das Ergebnis sei sehr überzeugend. „Ich bin froh, dass die Geschicke der Stadt nun auch in den kommenden acht Jahren ein Sozialdemokrat leiten wird. Die Dinge werden in die gleiche Richtung fortgeführt, das beruhigt mich“, so Schulz.

AfD-Mann Dietmar Buchberger kam auf den zweiten Platz, Ursel Degner (Die Linke) indes landete auf dem dritten und letzten Platz.

Die Wahlbeteiligung war am Sonntag hoch, konstatierte Wahlleiterin Jutta Benesch. 67,55 Prozent der wahlberechtigten Hennigsdorfer hatten in den 22 Wahllokalen im Stadtgebiet ihr Kreuz gemacht. „Wir haben auch im Jahr 2013 schon 65 Prozent gehabt, das ist eine gute Quote“, so Benesch.

Von Marco Paetzel

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