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Oberhavel Gut Schlauch in Glienicke
Lokales Oberhavel Gut Schlauch in Glienicke
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00:18 07.05.2017
Die Wache der Freiwilligen Feuerwehr in der Hattwichstraße wurde im Jahr 2000 eingeweiht. Quelle: Foto: Gemeinde Glienicke
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Glienicke

Sieben Kameraden gehören zur Alters- und Ehrenabteilung, 35 leisten aktiven Dienst und 74 Kinder und Jugendliche bilden den Nachwuchsbereich: Das ist die Freiwillige Feuerwehr Glienicke.

Da die unter der Verwaltung der Gemeinde stehende ehrenamtliche Feuerwehr selber kein Geld haben darf, wurde vor rund zwanzig Jahren der Förderverein der Glienicker Feuerwehr gegründet. 54 Mitglieder zählt der tatkräftige Verein, der nicht nur T-Shirts und Pullover, Mützen und Handschuhe mit dem Logo der Glienicker Wehr für die Kameraden spendiert, sondern auch Ausflüge und Feiern unterstützt oder größere Anschaffungen wie einen Grill tätigt. „Die Kameraden der Wehr opfern ihre Freizeit, um Leben zu retten, da ist es wichtig sie auch finanziell und moralisch zu unterstützen“, erklärt Sabine Kramp-Paarmann, die vor wenigen Wochen zur neuen Vorsitzenden des Fördervereins gewählt wurde.

Und sie muss es wissen, war doch ihr vor neun Jahren verstorbener Mann viele Jahre Wehrführer in Glienicke. Für Sabine Kramp-Paarmann, Betreiberin von „Wollners Blumenladen“ in dritter Generation, war es stets eine Selbstverständlichkeit, sich für die Feuerwehr zu engagieren. „Der aktive Dienst war, außer bei der Brandschutz AG als Kind, nie mein Ding“, verrät die Glienickerin lachend. Zu helfen dafür umso mehr. Egal ob beim jährlichen Herbst- und Weinfest, beim Martinsfest mit Lagerfeuer oder beim „Tag der offenen Tür“.

Dieser wird in diesem Jahr jedoch ausfallen, da in den kommenden Monaten die im Jahre 2000 eingeweihte Wache in der Hattwichstraße zur Baustelle wird. Am Donnerstag wird der Hauptausschuss über die entsprechenden Vergaben entscheiden. Rund 3,8 Millionen Euro lässt sich die Gemeinde den Aus- und Erweiterungsbau kosten, bei dem auch der Bauhof auf dem Gelände der Feuerwehr eine neue Heimat finden wird. „Wir schaffen Räume entsprechend den Vorgaben des Gefahrenabwehrbedarfsplanes“, erklärt Gemeindepressesprecher Arne Färber. Diese werden nötig, damit Platz wäre für nahezu doppelt so viele Kameraden, die eigentlich laut Plan in Glienicke für die Abdeckung der Einsatzbereitschaft benötigt werden.

„Wir sind immer auf der Suche nach neuen Aktiven, besonders wenn die Baumaßnahmen Ende 2018 abgeschlossen sind“, erklärt Wehrführer Heiko Glyz. Ihm ist es jedoch wichtig zu betonen, dass trotz Bautätigkeit, die in den nächsten Wochen beginnen wird, die Feuerwehr weiterhin komplett einsatzfähig bleibe. Außerdem wünscht sich Glyz, „dass die Leute so vernünftig bleiben, wie bisher“. 98 Einsätze leistete die Glienicker Wehr im vergangenen Jahr, wobei die technischen Hilfeleistungen den größten Anteil hatten. Seit Jahresbeginn rückten die Glienicker Kameraden bereits 15 Mal aus. „Sie sind ein starkes Team“, lobt die Fördervereinsvorsitzende, der besonders auch die Nachwuchsarbeit der Glienicker Wehr am Herzen liegt. „Das kann man gar nicht genug loben, was Jugendwart Gino Bacigalupo alles leistet.“

So werden durch den Ausbau der Wache auch neue Umkleiden sowie Schulungs- und Aufenthaltsräume für die 2011 gegründete Jugend- und die Kinderfeuerwehr entstehen. „Wir unterstützen mit dem Förderverein auch die Nachwuchsarbeit“, so die Vorsitzende. „Wir wollen, dass alle mitmachen können.“ Schließlich seien Kameradschaft, Zusammenhalt und Ehrlichkeit wichtige Dinge, die bei der Feuerwehr vermittelt werden.

40 Euro kostet die Mitgliedschaft im Förderverein pro Jahr. „Wenn jeder Glienicker beim Herbstfest nur einen Euro spenden würde, wäre viel Geld für die Feuerwehr da“, wünscht sich Sabine Kramp-Paarmann, dankt aber auch allen, zum Teil langjährigen Sponsoren für die Unterstützung. So wird die Wehr in den kommenden Wochen vom Förderverein einen Zeltpavillon überreicht bekommen, der zukünftig bei Veranstaltungen zum Einsatz kommen soll. Inklusive Werbung für die Wehr auf den Zeltwänden. Ermöglicht durch das Engagement des Fördervereins. „Es muss eben auch Helfer geben – und der Zusammenhalt in der Gemeinde ist toll.“

Von Ulrike Gawande

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