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Oberhavel Gute Noten für den Kistenplatz
Lokales Oberhavel Gute Noten für den Kistenplatz
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12:34 30.04.2018
Der Mehrgenerationenplatz mit Skater- und BMX-Anlage an der Berliner Straße in Hohen Neuendorf. Der „Kistenplatz“ soll einen neuen Namen erhalten – per Abstimmung via Internet. Quelle: Enrico Kugler
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Hohen Neuendorf

Ob mit Skateboard, Roller oder BMX-Fahrrad – der Hohen Neuendorfer „Kistenplatz“ an der Berliner Straße ist für vielerlei Fahrzeuge geeignet: Der im vergangenen Sommer eingeweihte Mehrgenerationenplatz werde „super angenommen“, besonders in der warmen Jahreshälfte. Diese Bilanz zieht Stadtsprecherin Susanne Kübler. Der Platz spreche Jugendliche, Familien mit kleinen Kindern und ältere Mitbürger gleichermaßen an. Vor diesem Hintergrund sei das Konzept vollkommen aufgegangen, so die Sprecherin.

„Meine Hoffnungen haben sich voll erfüllt“, sagt auch Jugendsozialarbeiter Andreas Witt. Nennenswerte Probleme mit Kriminalität oder Drogen habe es bislang nicht gegeben. Der Streetworker legt persönlich Augenmerk darauf, ist aber auch dankbar für die verstärkte polizeiliche Präsenz an dieser Stelle. Er selbst ist regelmäßig vor Ort – „aufsuchende Jugendarbeit“ heißt das im Fachjargon. Witt nimmt sich der Sorgen und Nöte der Jugendlichen an, regt Projekte an. Eines beinhaltet die farbliche Gestaltung der Rampen und Wände. Das Graffiti-Projekt werde voraussichtlich im April oder Mai seine zweite Auflage erleben, so Witt. Noch einmal sollen dann die baulichen Elemente auf dem Platz optisch ansprechend gestaltet werden.

„Graffiti sind keine Kriminalität!“ Die Elemente sollen in den nächsten Wochen neu gestaltet werden. Quelle: Enrico Kugler

Ansprechender soll auch der Name des Platzes werden. Die bisherige Bezeichnung stammt noch aus jener Zeit, als die Firma TuR (VEB Transformatoren- und Röntgenwerk Dresden, Betrieb für medizinische Elektrotechnik) an dieser Stelle die Kisten für ihre Gerätschaften lagerte. Ein neuer Name soll nach dem Willen der Stadtverordneten mit Hilfe der Einwohnerschaft gefunden werden. Bereits im Juli vergangenen Jahres, vier Wochen nach der Eröffnung, wurde eigens ein Beschluss dazu gefasst.

Danach sollen zunächst Vorschläge eingereicht werden, über die später im Stadtparlament abgestimmt wird. Personenbezogene Benennungsvorschläge wurden allerdings von vorn herein ausgeschlossen. Und auch darüber war man sich mehrheitlich sicher: Die Abstimmung soll möglichst unbürokratisch und mit wenig Aufwand erfolgen.

Andreas Witt, Streetworker in Hohen Neuendorf. Quelle: Stadtverwaltung

Deshalb war von Anfang an ein Voting über die Internetseite der Stadt Bestandteil des Beschlusses. Auftragsgemäß hat die Verwaltung inzwischen ein digitales Konzept für die Abstimmung via Internet entwickelt. Denn: Gewisse Ansprüche an Sicherheit und Verbindlichkeit schlossen den Gebrauch einfacher Standard-Module aus, heißt es aus dem Rathaus. Diese Anforderung sei gewählt worden, um das Tool auch künftig für andere, komplexere online-Abstimmungsverfahren verwenden zu können, zum Beispiel beim Bürgerhaushalt. Die Kosten für das Programmieren des Tools hatte Bürgermeister Steffen Apelt mit rund 3200 Euro beziffert.

Im kommenden April soll das Abstimmungstool nun zur Verfügung stehen, sagte Susanne Kübler auf Nachfrage. Allerdings stehe noch nicht fest, ob dem Kistenplatz tatsächlich die Premiere zukommen soll. Denkbar seien auch Abstimmungen über Poller in der Goethestraße oder Pflanzkübel im Stadtgebiet, so die Sprecherin.

Einweihungsfeier im Juni 2017. Quelle: Robert Roeske

Für den neuen Namen des Kistenplatzes ist eine zweistufige Abstimmung vorgesehen. Zunächst soll es eine vierwöchige Vorschlagsphase geben, im zweiten Schritt eine sechswöchige Abstimmungsphase. Analog des Verfahrens beim Bürgerhaushalt sollen die Teilnehmer insgesamt fünf Punkte oder Sterne auf die Vorschläge verteilen dürfen. Eine Registrierung soll sicherstellen, dass der Nutzer aus Hohen Neuendorf kommt und nur einmal abstimmen kann. Eine Domainprüfung soll vielfache Stimmabgaben ausschließen.

Die meistgewählten Vorschläge für einen neuen Namen des Kistenplatzes sollen den Stadtverordneten am Ende zur verbindlichen Abstimmung vorgelegt werden.

Klare Ansage! Quelle: Enrico Kugler

Wer den Mehrgenerationenplatz noch nicht kennt: Es gibt einen BMX-Parcours, Grünflächen, Bänke, eine Boulebahn und diverse Geräte, die auch für ältere Semester geeignet sind. Ein kleines Bestandsgebäude blieb erhalten – als Fahrradwerkstatt. Die Stadt hat inklusive Planungs-, Gutachten- und Vermessungskosten rund 430 000 Euro investiert, 120 000 Euro weniger als geplant. Zusätzlich 50 000 Euro kostete allerdings der Ausbau des Hainweges, der in die Platzgestaltung einbezogen wurde.

Von Helge Treichel

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