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Gutes Wohnen im Alter eines der großen Themen

Erstes Fachgespräch zum Wettbewerb „Zukunftsstadt Gransee“ Gutes Wohnen im Alter eines der großen Themen

Etwa 25 Granseer und Gäste waren beim ersten Fachgespräch dabei – und brachten sich ein. Es ging insbesondere um Erhaltenswertes, Erforderliches und um Wünsche für die Zukunft der Menschen im Amt Gransee und Gemeinden.

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Miller Stevens moderierte den Abend.

Quelle: foto: stefan blumberg

Gransee. Energie. Mobilität. Wohnen – langweilige Themen? Von wegen! Professor Miller Stevens wusste am Dienstagabend, wie er die Granseer kriegt. Der Professor der BTU Cottbus kitzelte im ersten Fachgespräch des Wettbewerbs Zukunftsstadt Gransee aus den Gästen heraus, was in ihrer Stadt langfristig erhalten bleiben soll. „Gas, Strom, Öl – das muss für alle Schichten bezahlbar bleiben“, findet Stadtverordneter Peter Gogol. Zufrieden sind die Granseer mit der Zuganbindung. Dass die Stadt genug Freiräume für die Einwohner biete und viel Grün habe, findet Susann Mietrasch von der Gewo. Für den Energie-Experten Andreas Ott (Großwoltersdorf) sei die Architektur in jedem Falle ein Pfund der Granseer. „Gut wohnen und gut leben – das ist in unserer Region möglich.“ Er findet, dass die Infrastruktur – insbesondere das Straßennetz – auf dem Level gehalten werden solle. Steuerberater Jürgen Perschke sieht in der Stadt Gransee das Versorgungszentrum für die Ortsteile. Verwaltung, Schulen, Gesundheit – das müsse so bleiben. Die Beobachtung von Jeannette Hillmann (Gewo) ist, dass der Bedarf an Wohnungen in den Ortsteilen nicht abebbt. „Wir dachten schon mal darüber nach, Blocks abzureißen oder zu verkleinern. Das brauchen wir nicht. Die jungen Leute bleiben hier. Die Prognose zur Bevölkerungsentwicklung ist falsch!“

Klare Aussagen gab es zur Frage, was sich unbedingt verändern sollte. „Der Bahnhof ist eine Katastrophe“, tadelte eine Studentin von der BTU Cottbus über dieses Dilemma. Die Radwege seien schlecht ausgeschildert. Und mit Stöckelschuhen komme man nur schwerlich durch die Stadt. Als unabdingbar sieht Rüdiger Ungewiß einen zweiten Bürgerbus. „Den wird es aber nicht geben“, sagte er. Der Ortsvorsteher von Dannenwalde fährt selbst den Bürgerbus: „Die Ortsteile des Amtes seien in Sachen Mobilität abgehängt.“ Schnelles Internet und ein stabiler, guter Handyempfang müsse laut Rechtsanwältin Andrea Suhr in Gransee selbstverständlich sein. Michael Streffer legt großen Wert auf eine gute Nachbarschaft. Es gebe so viele Höfe, die so gestaltet werden könnten, dass man sagt: „Es ist toll hier!“ Als Fluch und Segen bezeichnete Jürgen Perschke die Altstadt. „Es werden sehr hohe Anforderungen gestellt, wenn man zum Beispiel denkmalgeschützte Gebäude sanieren will. Hinter der Fassade muss Modernes möglich sein.“ Als eine Kernaufgabe sehen es Andreas Ott und der Planungschef des Amtes, Manfred Richter, an, Arbeitsplätze zu schaffen. Richter: „Wo man wohnt, will man arbeiten.“ Wohnen – vor allem altersgerecht – war beim ersten Fachgespräch ein großes Thema. Trotz aller Vorschläge für die Zukunft hat Miller Stevens jetzt schon festgestellt: „Ich hoffe, die Granseer wissen, wie gut es ihnen in ihrer Region geht.“

Nächstes Fachgespräch: Freitag, 6. November, 18 Uhr, Rudolf-Breitscheid-Straße 58 in Gransee, zum Thema Kunst und Kultur

Von Stefan Blumberg

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