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Oberhavel Gymnasiastinnen siegen bei „Jugend forscht“
Lokales Oberhavel Gymnasiastinnen siegen bei „Jugend forscht“
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00:46 12.03.2018
Andreas Scheuermann, Rebecca, Henriette und Josephine mit Schulleiter Thomas Meinecke (v.l.) Quelle: Ulrike Gawande
Hohen Neuendorf

Auch wenn die Arbeit, die Rebecca Schönknecht (18), Josephine Wernicke (17) und Henriette Bäßler (16) für ihre Teilnahme bei „Jugend forscht“ im Fachgebiet Arbeitswelt angefertigt haben, einen sperrigen Titel trägt, so hat sie doch einen ganz praktischen Nutzen. „Experimentelle Untersuchung von Stagnationswasser in der Trinkwasserversorgung am Beispiel des Marie-Curie-Gymnasiums“, ist das Werk , mit dem die Hohen Neuendorfer Schülerinnen gerade den Regionalentscheid Ost gewonnen haben, überschrieben.

Was ist Stagnationswasser?

Stagnationswasser ist das Wasser, das auf dem Weg von der Quelle bis zur Entnahmestelle in Wasserleitungen mehr als vier Stunden zum Stillstand gekommen ist. Und das gibt es oft in den rund 100 Wasserhähnen des Hohen Neuendorfer Gymnasiums, weil es nicht nur in den Toiletten, sondern auch in jedem Klassenraum ein Waschbecken gibt. „In den oberen Etagen steht das Wasser länger bis es durchgelaufen ist“, weiß Josephine, die nach dem Abitur Medizin studieren will. Weil es dort weniger Räume gibt, und die Wasserhähne weniger genutzt werden. Der Leitungsweg betrage bis zu 12 Meter. „Sechs Liter abgestandenes Wasser stehen dann in der Leitung. Pro Druck auf den Hahn werden nur 0,3 bis 0,5 Liter Wasser ausgespült.“

Besonders nach Ferien und Wochenenden ein Problem

Ein Problem, das sich besonders nach Wochenenden und den Ferien bemerkbar machen kann. Denn in dem Stagnationswasser kommt es zu einer Anreicherung mit Bakterien und anderen Keimen. Für immunschwache Menschen kann so etwas zum Problem werden, wie sie bei einem Besuch einer Hygieneabteilung im Krankenhaus erfahren haben. „Im Winter läuft in der Schule auch die Heizung das ganze Wochenende, das ist der ideale Raum für Bakterien, ebenso wie die Perlatoren, die Gitternetze am Wasserhahn“, erklärt Henriette, die sich zum zweiten Mal an Jugend forscht beteiligt. Im vergangenen Jahr erstellte das Mädchenteam eine Forschungsarbeit zum Thema Müllkreislauf, deren Ergebnisse mittlerweile in zwölf Klassenräumen der Schule umgesetzt werden.

Grenzwerte werden nur knapp nicht überschritten

Doch nicht nur Keime vermehren sich im stehenden Wasser, sondern auch die Belastung mit Metallrückständen steigt. Henriette: „Im Erdgeschoss weniger als im Dachgeschoss.“ So seien die Werte teilweise doppelt so hoch, beispielsweise bei Nickel oder Blei. „Bei Kupfer liegt der Wert ein Drittel höher.“ Grenzwerte werden nicht überschritten – wenn auch nur knapp.

Lehrer Andreas Scheuermann begeistert seine Schüler

Unterstützt wird das Trio von Andreas Scheuermann, Mathe- und Physiklehrer der Schule, der den naturwissenschaftlichen Seminarkurs „Extreme Lebensbedingungen“ leitet und die Schüler stets für neue Themen begeistert. Zum Testen der Wasserqualität hat er einen simplen Trick: „Ablaufen lassen bis kaltes Wasser kommt, das nicht riecht.“

Zum Landesfinale wird ein Waschbecken mitgenommen

Für das Landesfinale im April wollen sich die Mädchen die mikrobiologische Belastung des Wassers vornehmen. Neben Plakaten, einer Power-Point-Präsentation haben die Mädchen dann auch ein funktionierendes Waschbecken dabei.

Von Ulrike Gawande

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