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Haareschneiden bis nach Andalusien

Hennigsdorfer Hairstyle GmbH setzt auf solide Ausbildung Haareschneiden bis nach Andalusien

Auch wenn die drei Friseursalons der Casablanca Hairstyle GmbH in Hennigsdorf und Oranienburg montags nicht geöffnet sind – die vier Auszubildenden haben an diesem Tag ein volles Pensum zu absolvieren. Für die angehenden Friseurinnen ist der Schulungstag fest im Terminkalender vermerkt.

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Angehende Frisörinnen: Jessica Schulz (v.l.), Jana Kersten, Patricia Schubert und Aileen Schuster.

Quelle: Enrico Kugler

Hennigsdorf. „Wir haben ein eigenes Ausbildungssystem entwickelt und das in den letzten Jahren weiter perfektioniert“, erklärt Geschäftsführer Jörg Carda. „Die Lehrlinge wissen schon zu Beginn ihres Ausbildungsjahres, welche Themen sie bis zu dessen Ende erwarten.“

„Wir wollen zeigen, dass der Friseurberuf interessant ist“, sagt Jörg Carda. Lange Zeit war es einer der Traumjobs für junge Mädchen. Doch mit mieser Bezahlung und mangelnder Qualifizierung ist die Branche deutschlandweit ins Gerede gekommen. Mit der Einführung des Mindestlohns wird sich das schlagartig ändern, ist auch Ina Ludwig überzeugt. „Das ist der richtige Weg“, sagt die Obermeisterin der Friseurinnung in Oberhavel. Sie rechnet damit, dass es im nächsten Jahr eine „Marktbereinigung“ geben wird. Die vielen Billig-Ketten in Berlin werden sich nicht halten können.

Bei Casablanca wird schon jetzt ein Stundenlohn von 9,88 Euro gezahlt, erklärt Jörg Carda. Bei den Preisen bewege man sich im regionalen Bereich. Ab 20Euro, aber natürlich auch im höheren Segment. Er hofft, dass künftig wieder mehr ausgebildet wird. „Wir wollen bis August acht Lehrlinge einstellen, vier haben sich schon gemeldet“, berichtet der Geschäftsführer. Und auch an weiteren Mitarbeitern bestehe großes Interesse.

„Wir bilden in den ersten beiden Lehrjahren sehr konzentriert aus“, erklärt Jörg Carda das Konzept. „Im dritten Jahr arbeiten sie schon komplett eigenständig.“ Für Jana Kersten, Auszubildende im 1. Lehrjahr, war das ein Anreiz, sich bei Casablanca Hairstyle zu bewerben: „Hier ist das Niveau einfach höher.“ Das bestätigt auch Patricia Schubert aus dem 2.Lehrjahr. „Ich habe meine Lehre in Berlin angefangen, da wurde nicht viel Wissen vermittelt.“ Hier könne man jederzeit nachfragen. In einem sind sich alle einig, sie haben nicht nur vieles gelernt, sondern auch an Selbstbewusstsein gewonnen.
Das vor 17 Jahren gegründete Hennigsdorfer Frisörunternehmen, zu dem neben den Salons Casablanca und Monique Müller in der Hauptstraße seit zwei Jahren auch ein Monique-Müller-Salon in Oranienburg gehört, ist bei der Fashion-Week dabei, bei Germany's Next Topmodel oder nimmt an Fachmessen in London teil. Auch davon profitieren die Auszubildenden. In diesem Jahr werden die angehenden Frisörinnen erstmals an einem Austausch mit Spanien teilnehmen. Über die Handwerkskammer wurde dieser Kontakt ins andalusische Torremolinos hergestellt. Im Gegenzug sollen spanische Lehrlinge nach Deutschland kommen. „Eine tolle Sache“, meint Jörg Carda. „Die jungen Leute bekommen die Chance, mal über den eigenen Tellerrand zu schauen, andere Länder und andere Sitten kennenzulernen und zu sehen, wie die Ausbildung dort läuft.“

Von Ulrich Bergt

Service: Weitere Informationen unter www.friseurinnen.de und www.casablanca-hairstyle.de

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