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Hammer hat wieder ein Feuerwehrdepot

Freudensprünge angesichts ordentlicher Toiletten Hammer hat wieder ein Feuerwehrdepot

Lange hatten die Feuerwehrleute von Hammer darauf warten müssen, ordentliche Arbeitsbedingungen zu bekommen. Jetzt ist das Depot endlich umgebaut, hat vor allem neue Sanitäranlagen bekommen. Das Feuerwehrhaus ist auf den Punkt genau fertig geworden, denn schon in einer Woche soll ein Fest gefeiert werden.

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Jetzt strahlt Wehrführer Thomas Balke, der Umbau ist geschafft.

Hammer. Jetzt kann sich das Feuerwehrdepot von Hammer aber sehen lassen. Der Umbau ist fast gestemmt. „Die Türblätter fehlen noch, die Küche kommt nächste Woche und dann noch Saubermachen: dann sind wir fertig.“ Planer und Bauleiter Michael Gabbert ist zufrieden. Dabei stand der Umbau unter keinem guten Stern. Es gab etliche Probleme mit den Fördermitteln, dann wurde Gabbert auch noch krank. Doch die Stadtverordneten beschlossen, dann bauen wir eben ohne Fördermittel, das muss jetzt sein.

Letzte Baubesprechung mit Planer Michael Gabbert und Bauamtsleiter Hartmut Bein (v r)

Letzte Baubesprechung mit Planer Michael Gabbert und Bauamtsleiter Hartmut Bein (v. r.).

Quelle: Kathert

Wer die alten Sanitäranlagen noch kennt, wird Freudensprünge veranstalten angesichts ordentlicher Toiletten und gefliester Duschen. Und zwar sowohl für Männlein als auch für Weiblein. Dafür wurden Wände versetzt, neue Fußböden eingebaut und eine neue Heizung installiert. „Wenn man so was anfasst, dann richtig“, sagt Gabbert. Deshalb sind auch Fluchtwege angelegt und Brandschutzauflagen berücksichtigt worden. „Die Asbestdecke in der alten Fahrzeughalle war eine Überraschung, damit hatten wir nicht gerechnet.“ Nun gibt es dort eine fachgerechte Unterdecke.

Die alte Fahrzeughalle hatte eine Zwischendecke und einen neuen Fußbodenanstrich bekommen

Die alte Fahrzeughalle hatte eine Zwischendecke und einen neuen Fußbodenanstrich bekommen.

Quelle: Kathert

Im Schulungsraum wird in der nächsten Woche die offene Küche montiert. Jetzt führt außerdem eine neue Tür direkt zur Terrasse. Gleich links vom Eingang ins Depot gibt es nun zwei kleine, separate Büros: eines für den Ortsvorsteher, eines für den Wehrführer. Zuvor mussten sich beide einen Raum teilen.

Sämtliche Wände im Feuerwehrhaus wurden nicht tapeziert, sondern auf Wunsch der Feuerwehrleute gespachtelt. Überhaupt konnten die Feuerwehrleute immer ein Wörtchen mitreden: bei der Küche, den Farben, den Fliesen.

Die Firmen, allesamt aus der Region, „haben wirklich sehr ordentlich gearbeitet“, lobt Michael Gabbert. Er sei sehr zufrieden mit den Bauleuten. Der Zeitplan war eng gesteckt. „Luft konnte ich nicht einplanen“, meint der Bauleiter. Denn das große Feuerwehrfest am 27. August steht direkt vor der Tür.

„Das war eine anstrengende Zeit“, blickt Wehrführer Thomas Balke zurück. Immer wieder hatte der Feuerwehrchef beim Bauamt und beim Bürgermeister nachgebohrt. „Aber im Endeffekt ist es gut geworden.“ Die Wünsche der Feuerwehrleute seien alle erfüllt worden. „Wir hätten auch gefeiert, wenn nicht alles fertig wäre“, sagt der Feuerwehrchef. Aber durch ein umgebautes, schmuckes Depot zu führen, macht natürlich mehr Spaß.

Eine starke Wehr

Gegründet wurde die Feuerwehr in Hammer im Jahre 1904. Am 27. August feiern die Feuerwehrleute das 112-jährige Bestehen mit einem großen Fest.

In der Wehr gibt es zurzeit 26 Aktive, 13 Mitglieder in der Jugendfeuerwehr und 14 Mitglieder in der Alters- und Ehrenabteilung.

Die Ortsfeuerwehr von Hammer ist die zweitgrößte in der Stadt Liebenwalde.

Vor fünf Jahren bekam dass Depot an der Eberswalder Straße einen Anbau für das neue Löschfahrzeug LF 10-6.

Der nun abgeschlossene Umbau des Depots hat circa 260 000 Euro gekostet und wird am 27. August mit gefeiert.

Das Feuerfest am 27. August steht ganz im Zeichen der „112“. Vor 112 Jahren ist die Wehr gegründet worden, und deshalb startet auch der Umzug durchs Dorf um 11.12 Uhr. Zwölf oder 13 Feuerwehren werden durch die Straßen ziehen, einmal durchs ganze Dorf. Vorneweg ein Blasmusikverein, den Balke noch ganz kurzfristig gewinnen konnte, was in der Ferienzeit nicht so einfach war. Um 12 Uhr werden er selbst und Bürgermeister Jörn Lehmann zum Festauftakt eine Rede halten. Und um 13 Uhr startet ein buntes Programm, auf das sich vor allem die Kinder freuen können. Ein Rummel mit Eisenbahn, Karussell und Hopseburg wird auf der Wiese hinterm Depot aufgebaut. Die Kita „Kuhpanz­wichtel“ bringt eine Bastelstraße mit. „Unsere Jugendfeuerwehr hat etwas Geheimes vorbereitet“, schmunzelt Balke.

Sämtliche Technik aus dem Umzug ist zu besichtigen. Schon alleine der Museumszug aus Liebenwalde macht was her. Die Feuerwehr aus Berlin-Blankenburg hat ihre alte Spritze dabei. Sie wollen gegen die Liebenwalder antreten. Da ist Muskelkraft gefragt.

Der Frauentreff bietet wie immer Kaffee und Kuchen an. Um alles andere kümmert sich ein Caterer. Auf die Party-Show-Band „Sowieso“ freut sich Thomas Balke sehr. „Die habe ich schon vor einem Jahr gebucht.“ Am Nachmittag unterhalten sie die Kinder. „Und abends legen die dann richtig los.“

Wenn um 22.30 Uhr das Feuerwerk startet, ist das Feuerwehrfest noch lange nicht zu Ende. Da ist sich Thomas Balke ganz sicher.

Von Andrea Kathert

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