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Hannoveraner-Wallach muss in Quarantäne

Bötzow Hannoveraner-Wallach muss in Quarantäne

Ein Pferd einer Reitschule in Bötzow ist an der hochsteckenden Druse-Krankheit erkrankt. Der Vierbeiner lebt erst seit zwei Wochen auf dem Hof. Ein für den 2./3. September in Bötzow geplantes Dressurturnier ist durch den Vorfall nicht in Gefahr.

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Pferde und Reiter müssen vorerst einen Bogen um den Reiterhof Brand in Bötzow machen.

Quelle: Robert Roeske

Bötzow. An der hochansteckenden Pferdekrankheit Druse laboriert gegenwärtig ein achtjähriger Hannoveraner-Wallach der Bötzower Reitschule Brand. „Das Pferd ist seit zwei Wochen bei uns, wir haben es gerade erst neu gekauft. Bei der Untersuchung vor dem Kauf gab es keine Auffälligkeiten, das Tier ist glatt durchgegangen“, berichtet Hofbesitzerin Maren Brand. „Bei seiner Ankunft auf dem Hof war der Wallach fit, zeigte keine Anzeichen. Wir haben ihn noch geritten, ehe er nach zwei, drei Tagen anfing zu schnoddern.“ Brand zog die Pferdeklinik Dallgow zu Rate, die schließlich die ernüchternde Diagnose stellte: Druse.

Alle Vorschriften und Empfehlungen umgesetzt

Dabei handelt es sich um eine Krankheit der Luftwege. Weil sie hochansteckend und in der Regel mit einer langen Quarantänezeit verbunden ist, „werden die Leute oft sofort panisch, wenn sie hören, dass sich ein Pferd mit der Druse angesteckt hat“, weiß die Reitlehrerin. Daher liege es ihr am Herzen, offen und transparent Auskunft über den aktuellen Zustand ihres Schützlinges zu geben: „Wir sind absolut übervorsichtig, halten alle Vorschriften und Empfehlungen ein und haben alle Schritte eingeleitet, um die Ansteckung anderer Pferde zu vermeiden.“ Der Stall sei desinfiziert, alle Pferde ihres Hofes bleiben gegenwärtig im Stall. „Wir reiten vorerst nicht mehr aus, keines unserer Pferde geht in die Öffentlichkeit, nimmt an Turnieren teil oder ähnliches“, zählt Brand auf. Weitere Erkrankungsfälle gebe es auf dem Hof bislang nicht, „alle anderen Tiere sind gesund“.

Nach aktuellem Stand vier Wochen Quarantäne

Vorerst mit vier Wochen Quarantäne rechnet Maren Brand, die durch diesen Vorfall mit etlichen Einschränkungen zu kämpfen hat: „Die Reitlehrer, die bei uns arbeiten, betreten den Hof zur Zeit ebenso wenig wie unsere Reitschüler. Wer uns besucht, muss vorher die Kleidung wechseln. Die Situation ist nicht einfach, aber wir wollen so vorsichtig wie nur möglich sein.“ Die Pferdebesitzerin hat den Verdacht, dass der Transportstress durch den Umzug auf den Hof nach Bötzow die Erkrankung ihres Neuzugangs ausgelöst hat. „Wir vermuten zudem, dass die Krankheit bereits am Abklingen ist, denn das Tier leidet nur am Nasenausfluss, ohne die anderen krankheitstypischen Symptome zu zeigen“, berichtet sie.

Die Druse wird durch Bakterien ausgelöst. Manche Tiere tragen die Krankheit lange in sich, bevor sie überhaupt ausbricht. In der Regel äußert sie sich durch eitrigen Nasenschleim, Husten, Fieber sowie vereiterte Lymphknoten.

Dressurturnier Anfang September nicht in Gefahr

Ein für den 2./3. September auf dem Bötzower Reiterhof Fiebich geplantes Dressurturnier sei durch den Vorfall nicht in Gefahr, da die Tiere beider Höfe nicht miteinander in Kontakt gekommen seien. Das berichtet das Portal „Reiten in Berlin und Brandenburg“ am Donnerstag.

Von Nadine Bieneck

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