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Hartung und Apelt in der Stichwahl

Bürgermeisterwahl vertagt Hartung und Apelt in der Stichwahl

Die Bürgermeisterwahl in Hohen Neuendorf geht am 29. November in die zweite Runde: Amtsinhaber Klaus-Dieter Hartung (Die Linke) und Herausforderer Steffen Apelt (CDU) haben sich lediglich für die Stichwahl qualifiziert. 21 122 Wahlberechtigte waren am Sonntag dazu aufgerufen, den hauptamtlichen Bürgermeister für die nächsten acht Jahre zu bestimmen.

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Am Sonntag wurde in Hohen Neuendorf der hauptamtliche Bürgermeister gewählt.

Quelle: Stadtverwaltung Hohen Neuendorf

Hohen Neuendorf. Die Bürgermeisterwahl in Hohen Neuendorf geht am 29. November in die zweite Runde. Keiner der vier Kandidaten konnte beim Urnengang am Sonntag die erforderliche absolute Stimmenmehrheit erringen. Für die Stichwahl qualifizierten sich Amtsinhaber Klaus-Dieter Hartung (Die Linke) mit 3621 Stimmen (39,4 Prozent) und Herausforderer Steffen Apelt (CDU) mit 2969 Stimmen (32,3 Prozent).

Einen Achtungserfolg erreichte Josef Andrle (SPD), für den immerhin 2146 Wähler gestimmt hatten (23,3 Prozent). Abgeschlagen fuhr Christian Erhardt-Maciejewski (FDP) mit 462 Stimmen das schwächste Ergebnis ein. Sein Trostpflaster: das Erreichen der Fünf-Prozent-Marke.

„Unterm Strich bin ich mit dem Ergebnis zufrieden“, sagte Hartung,

Etwas ratlos

Etwas ratlos: Amtsinhaber Klaus-Dieter Hartung (Die Linke)

Quelle: Robert Roeske

nachdem alle 20 Stimmbezirke ausgezählt waren. Enttäuscht zeigte er sich indes von der Wahlbeteiligung: 44,4 Prozent. Eine Beteiligung von weniger als der Hälfte „muss Ursachen haben“, sagte der Bürgermeister, der sich hier eine Quote von 60 oder mehr Prozent erhofft hatte. Es sei allerdings Aufgabe aller demokratischen Parteien, die Leute zum Wählen zu motivieren. Er selbst werde jetzt „weiter offensiv auf die Bürger zugehen, Flyer verteilen und Leute ansprechen“. Allerdings erwartet Hartung, dass die SPD nun mit der CDU koalieren werde – wie sie es parlamentarisch auf kreislicher Ebene und auf kommunaler Ebene in Hohen Neuendorf bereits tue. Gerhard Dombrowski, der den Wahlabend im Rathaus verbrachte, bezeichnete die Situation als „brenzlig“ für den Bürgermeister.

„Ziel erreicht“, kommentierte Steffen Apelt sein Abschneiden. „Jetzt heißt es:

Ziel erreicht

Ziel erreicht: Herausforderer Steffen Apelt (CDU).

Quelle: Robert Roeske

14 Tage powern und den Wechsel herbeiführen.“ Ein Ergebnis von unter 40 Prozent seien für einen Amtsinhaber „nicht berauschend“, sagte der Christdemokrat: „Heute ist Zahltag.“ Dabei hofft er auf die Unterstützung der SPD. Andrle, der einen sehr fairen Wahlkampf bestritten habe, hätte Bürgermeister Hartung schließlich mehrfach attackiert. Deshalb sei die Richtung klar, „wenn das nicht Schall und Rauch war“. Andrle selbst äußert sich zurückhaltender: Erst tage der Ortsverein. „Es wird aber eine Empfehlung geben“, zeigte er sich sicher. Mit seinem eigenen Ergebnis sei er indes „nicht zufrieden“. Obgleich es besser sei. als bei der Kommunalwahl und an das von der Landtags- und Landrats-Wahl angeknüpft wurde, so Andrle.

Auch er habe sein Ziel erreicht , gestand Erhardt-Maciejewski. Den beiden Wahl-Finalisten wolle seine Partei noch einmal auf den Zahn fühlen, bevor in der Woche vor der Stichwahl eine Empfehlung abgegeben werde. Ähnlich vorsichtig äußerte sich auch Thomas von Gizycki (B 90/Grüne). Man werde sich aber voraussichtlich bereits in dieser Woche festlegen. Dass die Grünen sich ja bereits für den SPD- und den CDU-Kandidaten positioniert hatten, führte Apelt ins Feld.

Von Helge Treichel

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