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Oberhavel Hartung zieht erfolgreiche Bilanz
Lokales Oberhavel Hartung zieht erfolgreiche Bilanz
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00:25 25.12.2015
Bürgermeister Hartung in seinem Büro. Quelle: Helge Treichel
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Hohen Neuendorf

Ein sehr arbeits- und erfolgreiches Jahr 2015 bilanziert Bürgermeister Klaus-Dieter Hartung (Die Linke).Ein Eindruck vom Geleisteten lasse sich beim Auflisten der größten Investitionen gewinnen: die neue Sporthalle in Borgsdorf, die B 96a in Bergfelde, der Kreisverkehr in der Stolper Straße/Kurt-Tucholsky-Straße sowie diverse Straßenausbauprojekte in Hohen Neuendorf (Gartenweg/Waldemarstraße), Bergfelde (Eichenallee) und Borgsdorf (Unter den Eichen).

„Still und leise“ sei der erste Bauabschnitt des neuen Bauhofes realisiert worden. Dieser Tage erfolge der Umzug in den für rund 650 000 Euro errichteten Sozialtrakt – bessere Bedingungen für immerhin rund 20 Prozent der Rathausmitarbeiter. Der eigentliche Rathausanbau soll im kommenden Jahr in Angriff genommen werden. Ende 2017 könnte der Umzug sein, schätzt Hartung: „Den ersten Spatenstich überlasse ich meinem Nachfolger.“

Unzufrieden zeigt sich der Ende Februar scheidende Verwaltungschef mit dem Fortschritt beim geplanten Kulturbahnhof. Überraschend hatte das Eisenbahnbundesamt das Verfahren an sich gezogen, das zuvor beim Bauordnungsamt des Landkreises lag. Durch daraus resultierende Veränderungen konnte eine einmonatige Gleissperrung nicht genutzt werden, um etwa neue Fenster einzubauen. Die Baugenehmigung liege inzwischen vor. Der Zeitverzug betrage ein halbes Jahr.

Um die Bürgerfreundlichkeit innerhalb der Verwaltung zu verbessern, habe sich im Rathaus einiges getan. Wartenummern können am Automaten gezogen werden. Eine Terminvergabe ist jetzt auch via Internet möglich. Neu gestaltet wurde die Homepage der Stadt – „aus Kundensicht“, sagt der Bürgermeister. Jetzt stehe das Anliegen am Anfang der Stichworte und nicht die Verwaltungsstruktur. Das bewirke nun allerdings, dass die Rathausmitarbeiter länger suchen müssen, mitunter auch er selbst.

Der Bürgerhaushalt habe sich „sehr gut etabliert“. Viele kleine Maßnahmen seien umgesetzt worden, die von den Bürgern „sehr gut durchdacht“ waren und kostenseitig sehr nah an der Wirklichkeit lagen. Dennoch bleibe er bei seinem Standpunkt, dass ein Jahr für Auswahlprozess und Realisierung zu kurz ist und stattdessen ein zweijähriger Turnus pro Bürgerhaushalt gewählt werden sollte. Und die Stadtverordneten täten gut daran, auf die Bürgerentscheidung zu vertrauen und sich im Entscheidungsprozess zurückzunehmen, meint Hartung.

Die guten Nachrichten des Jahres fasst der Verwaltungschef im Sozialbereich zusammen: Auf dem Osramplatz ging ein neu gestalteter Spielplatz in Betrieb, im Februar konnte endlich die Waldkita in Borgsdorf ihren neuen Bauwagen in Betrieb nehmen. Tolle sportliche Erfolge gebe es beim Fußball, Radsport, Torball, Bogenschießen, Tischtennis, Bogenschießen und bei den Leichtathleten der Stadt. Und in der Niederheide sei es gelungen, den Sportbetrieb trotz des kämpferischen Einsatzes einiger Anwohner aufrecht zu erhalten. Gut eine halbe Million Euro habe die neue Lärmschutzwand gekostet. 2016 sei der Neubau des Kunstrasenplatzes vorgesehen. Letzterer war in Borgsdorf in diesem Jahr „ganz nebenbei“ erneuert worden, ebenso die Flutlichtanlage in der Niederheide.

Das Thema Flüchtlinge lasse sich mit Shakespeare zusammenfassen: „Viel Lärm um nichts“. Denn den Plänen für eine Unterkunft in Borgsdorf habe der Landkreis bislang keine Taten folgen lassen. So wie in Birkenwerder eine Fahrradwerkstatt eingerichtet werden soll, plane Hohen Neuendorf nun eine Kleiderkammer für die S-Bahn-Kommunen.

Von Helge Treichel

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